Rheinische Post: Verteidigungsministerium distanziert sich von NS-Kampfpilot

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Das Verteidigungsministerium hat sich von dem
einst als Wehrmachtspiloten verehrten Werner Mölders deutlich
distanziert. „Vor dem Hintergrund der an den demokratischen
Freiheitswerten ausgerichteten Konzeption der Inneren Führung und des
dieser Konzeption zugrunde liegenden Leitbildes des mündigen
Staatsbürgers in Uniform ist Werner Mölders nicht sinnstiftend für
die Bundeswehr und daher auch nicht traditionswürdig“, heißt es in
einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion. Die
Linke begrüßte die klare Distanzierung der Bundesregierung von
Mölders: „Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass die
Traditionspflege in der Bundeswehr frei von Nazi-Helden sein muss. Es
ist darum richtig, dass sich die Bundesregierung so eindeutig von
Mölders distanziert“, sagte die Linken-Abgeordnete Eva
Bulling-Schröter. Sie kritisierte aber, umso mehr verwundere es, dass
das Verteidigungsministerium die Mölders-Verehrung innerhalb der
Bundeswehr als vermeintliche Privatsache weiter dulde. Die Linke
forderte ein Verbot der Mölders-Vereinigung. Die „Mölders-Vereinigung
e.V.“ hält jedes Jahr am 22. November, dem Todestag des Oberst, eine
Versammlung am Gedenkstein auf dem Militärflugplatz Neuburg ab, wie
auch aus der Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Die
Mitgliederversammlung findet alle zwei Jahre in der
Wilhelm-Frankl-Kaserne statt.

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Rheinische Post
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