Saarbrücker Zeitung: bpa-Chef Meurer sieht Kompromiss zur Pflegeausbildung skeptisch – „Keine Reform im Schweinsgalopp“

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Der Präsident des Bundesverbandes
privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, hält den von
der großen Koalition gefundenen Kompromiss zur Neuregelung der
Pflegeausbildung für ungeeignet, die Attraktivität des Pflegeberufs
zu erhöhen. „Diese Reform wird sicher nicht zu einem Mehr an
Auszubildenden führen“, sagte Meurer der „Saarbrücker Zeitung“
(Dienstag-Ausgabe). Für die Auszubildenden und für die
Ausbildungsbetriebe werde es komplizierter.

Zugleich warnte Meurer davor, die Reform überhastet im Parlament
zu beschießen. „Hier geht es um eine zentrale Zukunftsfrage unserer
Gesellschaft, die löst man nicht im Schweinsgalopp“. Nun komme es auf
die Details an, so Meurer. „Sich jetzt vom 24. September abhängig zu
machen, bloß weil man sich unter Zeitdruck setzt, hielte ich für grob
fahrlässig“, meinte der bpa-Chef mit Blick auf die Bundestagswahl im
Herbst.

Union und SPD hatten sich in der vergangenen Woche darauf
geeinigt, die bislang getrennten Ausbildungswege zum Alten-, Kranken-
und Kinderpfleger in den ersten beiden Lehrjahren zusammenzuführen.
Die Azubis können aber selbst entscheiden, ob sie im dritten Lehrjahr
einen generalistischen Abschluss für alle drei Berufe oder einen
spezialisierten Abschluss für einen davon anstreben.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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