Saarbrücker Zeitung: Hochschul-Boom nicht für Rückgang bei dualer Ausbildung verantwortlich – DGB weist DIHK-Darstellung zurück

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Der DGB hat die Darstellung des
Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zurückgewiesen,
wonach die duale Ausbildung durch eine „Überakademisierung“ ins
Hintertreffen komme. „Es wird zu wenig ausgebildet, was aber nicht
am Boom der Hochschulen liegt“, sagte DGB-Vize Elke Hannack der
„Saarbrücker Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). „Die duale Ausbildung
schrumpft, weil viele Firmen Hauptschülern und Migranten keine Chance
mehr geben“.

Mittlerweile habe jeder vierte Azubi eine Studienberechtigung,
während nur noch sieben Prozent der Betriebe Hauptschüler
ausbildeten, erläuterte Hannack. Auch öffne sich die
Einkommensschere zwischen Facharbeitern und Akademikern. „Der DIHK
sollte sich dafür einsetzen, dass mehr Betriebe nach Tarif bezahlen.
Das wäre ein guter Beitrag, um die duale Ausbildung zu stärken“,
meinte die Gewerkschafterin.

DIHK-Chef Eric Schweitzer hatte der „Welt“ (Donnerstag) gesagt:
„Der Boom bei den Studentenzahlen geht zulasten der dualen
Berufsausbildung“. Deutschland leide an einer Überakademisierung.
„Das führt dazu, dass viel studieren, die eigentlich in einer
Berufsaubildung besser aufgehoben wären.“

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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