Sevim Dagdelen: Islamkonferenz ist Nebenschauplatz

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„Die Islamkonferenz ist spätestens nach dem
Ausstieg wichtiger Islamverbände eine Farce. Muslime fast
ausschließlich als Sicherheitsproblem zu thematisieren, hat
rassistische Vorurteile nicht bekämpft, sondern eher befördert. Wer
wie der Bundesinnenminister beständig ein gleichberechtigtes
Zusammenleben torpediert, befördert Rechtspopulismus und Rassismus in
der Gesellschaft“, erklärt Sevim Dagdelen, migrationspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen
Islamkonferenz in Berlin. Dagdelen weiter:

„Die Islamkonferenz ist überflüssig. Statt sich für gleiche Rechte
und soziale Teilhabe einzusetzen, wird lieber ein –Dialog der
Religionen– geführt. Religion wird ständig mit Integration
gleichgesetzt. Integration ist aber eine soziale, keine religiöse
Frage, zumal die meisten Muslime in Deutschland säkularisiert sind.
Integration wird sichergestellt durch Arbeit, Bildung, Ausbildung und
die Stärkung des Miteinanders.

Es muss daher um die soziale und politische Teilhabe der hier
lebenden Menschen gehen – unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen
oder religiösen Herkunft. Das geht mit weniger Konferenz und mehr
praktischer Politik. Das eigentliche Problem liegt in einer Politik,
die Ausgrenzung und Armut produziert. Die Bundesregierung muss sich
für gleiche Rechte und soziale Teilhabe einsetzen, statt Muslime
immer wieder unter Generalverdacht zu stellen.“

Pressekontakt:
Hendrik Thalheim
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de

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