stern-Umfrage: Grünen-Anhänger wollen Özdemir und Göring-Eckardt als Spitzenduo – Trittin hält Schwarz-Grün „derzeit nicht für eine realistische Option“

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Der Parteichef Cem Özdemir und die
Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sollen nach Meinung der
Grünen-Anhänger die Partei als Spitzenduo in den Wahlkampf führen.
Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern halten 38 Prozent der
Anhänger der Grünen Özdemir für den am besten geeigneten
Spitzenkandidaten. Unter allen Befragten kommt der Parteichef auf
einen Wert von 34 Prozent. Göring-Eckardt trauen 20 Prozent der
Grünen-Anhänger – und 12 Prozent aller Befragten – diese Aufgabe zu.
Als einzige weibliche Kandidatin ist sie gesetzt.

Ihr Kollege im Fraktionsvorsitz, Anton Hofreiter, und Robert
Habeck, der Umweltminister und stellvertretender Ministerpräsident
von Schleswig-Holstein, landen der Umfrage zufolge abgeschlagen auf
den Plätzen drei und vier. Hofreiter, der als einziger Parteilinker
angetreten ist, halten nur 8 Prozent der Grünen-Anhänger und 7
Prozent aller Befragten für den besten Kandidaten. Von Außenseiter
Habeck sagen das nur 7 bzw. 3 Prozent.

Unter dem Motto „Basis ist Boss“ stimmen die Grünen noch bis zum
Freitag über ihr Spitzenduo ab. Wahlberechtigt sind jedoch
ausschließlich die knapp 60.000 Mitglieder der Partei. Das offizielle
Ergebnis soll am kommenden Mittwoch verkündet werden.

Auch danach will die Partei an ihrem Kurs festhalten und keine
Koalitionsaussage treffen. Jürgen Trittin, grüner Spitzenkandidat der
vorangegangenen Bundestagswahl, sagte dem stern, dass er ein Bündnis
mit den Unionsparteien CDU/CSU „derzeit nicht für eine realistische
Option“ halte. CSU-Chef Horst Seehofer habe „mit dem Thema Obergrenze
bewusst die Tür für Schwarz-Grün zugeschlagen“, so der Parteilinke.

Derweil ringt die Partei weiter um ihren Kurs in der inneren
Sicherheit. „Wenn die Leute glauben, wir Grüne hätten ein Problem mit
Sicherheit, dann liegt das nicht daran, dass sie uns nicht
verstehen“, sagte Özdemir dem stern. „Wir müssen uns auch fragen, ob
wir immer die richtigen Botschaften senden und ob diese auch
ankommen.“ Er kündigte an, dass seine Partei sinnvollen Maßnahmen
nicht blockieren werde. „Ich könnte es auch vor meinen Kindern nicht
verantworten, wenn eine Verbesserung der Sicherheitslage an uns
scheitern würde“, so Özdemir.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 5. und 6. Januar 2017
im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte
Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe
ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3
Prozentpunkten.

Diese Vorabmeldung ist mit der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:
Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation
Telefon 040 – 3703 2468
gruengreiff.sabine@guj.de

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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