Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Kanzlerkandidaten-Frage bei den Grünen

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Fest steht schon jetzt: Es wird keine Quotenentscheidung. Vor allem deshalb nicht, weil Baerbock so nicht tickt – obwohl die Parteistatuten einer Frau den ersten Zugriff einräumen. Auch das lässt tief blicken, wie sehr sich die Grünen in politische Konventionen schicken, ohne ihre parteiinternen, manchmal noch immer altbacken wirkenden Extravaganzen über Bord zu werfen. Sicher ist auch: Die Grünen werden die Entscheidung selbstbewusst, geschlossen und mit freudiger Erregung akzeptieren. Schließlich präsentieren sich Habeck wie Baerbock als Vorsitzende der gesamten Partei, und nicht nur zur Hälfte. Sie sind nicht das Aushängeschild eines nervenden Flügels. Das macht diese Kanzlerkandidatur unter dem Dach eines Spitzenduos in toto – schon jetzt personell perfekt inszeniert – richtungsweisend. Wenn auch immer noch eine Spur zu leichtgewichtig.

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