Thüringen: Deutliches Gehaltsplus für Beschäftigte in der Altenpflege / Gehälter steigen im laufenden Jahr weit überdurchschnittlich

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Für bis zu 8.000 Thüringer Beschäftigte in der
privaten Pflege steigen die Löhne im laufenden Jahr weit
überdurchschnittlich. Der bpa Arbeitgeberverband hat die
Gehaltstabelle für Thüringen entsprechend angepasst. Sie ist Teil der
tarifähnlichen Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), die in den meisten
der über 120 ambulanten thüringischen Pflegedienste im Bundesverband
privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bereits Anwendung
finden. Mit der Steigerung liegt der Verdienst der Pflegekräfte
weiter deutlich über dem Durchschnitt des Freistaats.

Die Vorsitzende der Thüringer Landesgruppe des bpa, Margit
Benkenstein, begrüßt die neue Gehaltstabelle: „Mit der Lohnsteigerung
bleibt der Beruf attraktiv. Beim Einstiegsgehalt für eine
Pflegefachkraft in Vollzeit liegen wir oberhalb vieler Tarifgehälter.
Auch Pflegehilfskräfte verdienen dann mehr, als selbst der
Pflegemindestlohn West vorsieht“, so Benkenstein.

Möglich werden diese Lohnsteigerungen nicht zuletzt durch die
Bereitschaft der Thüringer Pflege- und Krankenkassen, diese zu
refinanzieren. „Gemeinsam haben alle Beteiligten an einem Strang
gezogen, die Landespolitik ebenso wie die Kostenträger und die
Pflegeunternehmen. Thüringen ist für Pflegekräfte attraktiver
geworden und die zukünftige pflegerische Versorgung unserer alten
Menschen ein Stück sicherer“, resümiert Benkenstein.

Die Einführung der Arbeitsvertragsrichtlinien im Jahr 2017 war
laut Benkenstein ein wichtiges Instrument für die
Pflegeeinrichtungen, um eine vernünftige Pflegevergütung mit den
Pflege- wie Krankenkassen zu vereinbaren, um die Grundlage für die
entsprechend höheren Gehälter zu ermöglichen. Die kommunalen
Sozialhilfeträger in Thüringen haben sich auch 2019 dieser
Vereinbarung zur Steigerung der Pflegevergütung für ambulante
Pflegedienste nicht angeschlossen. „Daher können Pflegedienste, die
mehr als 5 % Sozialhilfeempfänger versorgen, leider nicht davon
profitieren“, bedauert Benkenstein.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
250 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Thomas Engemann, bpa-Landesbeauftragter, Tel.:
0361/653 86 88, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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