WAZ: Eine Gefahr für unser Miteinander. Kommentar von Sven Frohwein zur IT-Sicherheit

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30000 Mal pro Monat greifen deutsche
Regierungscomputer auf Internetseiten zu, die böswillig manipuliert
wurden. Pro Tag zählen IT-Experten fünf gezielte Spionageangriffe auf
die Bundesverwaltung. 70 E-Mails mit Schadsoftware gehen pro Stunde
im deutschen Regierungsnetzwerk ein. Nur drei Zahlen, die beweisen,
wie massiv die Zahl von Hackerangriffen zugenommen hat. Fragt man
Unternehmen, ob sie schon einmal Ziel einer Attacke aus dem Internet
geworden sind, hüllen sich die meisten in Schweigen. Zu groß ist die
Angst, Kunden und Lieferanten könnten sich verschreckt abwenden.
Warum haben die meine und ihre Daten nicht im Griff? Eine aktuelle
Umfrage beweist: Noch immer ist das Bewusstsein in der Wirtschaft
klein, sich gegen Cyber-Angriffe zu rüsten. Computer haben zu
funktionieren. Basta! Nur gerade einmal 49 Prozent aller Firmen haben
einen Notfallplan, wenn ein Hacker angreift. Doch mit der Menge an
Informationen, die wir Computern anvertrauen, steigt auch die
Notwendigkeit für mehr Sicherheit. Das gilt nicht nur für Regierungen
und Firmen, sondern vor allem für unsere Infrastruktur. Energie- und
Gesundheitsversorgung, Verkehr und Sicherheit – ohne Computer
funktioniert unsere digitale Gesellschaft leider nicht mehr. Wenn ein
TV-Sender nicht mehr sendet, ist das zwar bitter, aber verschmerzbar.
Wenn aber Atomanlagen von Hackern gekapert werden, droht der GAU.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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