WDR-Umfrage zur NRW-Landtagswahl: SPD und CDU wieder gleichauf, FDP drittstärkste Kraft Mit Quellenangabe “WDR-Magazin WESTPOL” (Sonntag, 23.04., 19.30 Uhr) ab 14 Uhr zur Veröffentlichung frei

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Sperrfrist: 23.04.2017 14:00
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Drei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegen SPD
und CDU erstmals seit Oktober 2016 wieder gleichauf. Beide Parteien
kommen in der Sonntagsfrage auf 34 Prozent. Während die CDU zulegt
(+4), büßt die SPD an Zustimmung ein (-3). Das ist das Ergebnis des
NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL
in dieser Woche erhoben hat. Wenn bereits an diesem Sonntag gewählt
würde, könnte die FDP erneut leicht zulegen und wäre mit jetzt 10
Prozent (+1) drittstärkste Kraft. Die Grünen liegen unverändert bei 6
Prozent, die Linke bei 5 Prozent. Die AfD verliert erneut leicht und
kommt auf 8 Prozent (-1).

Neben einer Großen Koalition wäre somit aktuell nur ein
Dreierbündnis aus CDU, FDP und Grünen eine realistische
Regierungsoption. Eine rechnerisch mögliche Ampel aus SPD, FDP und
Grünen haben die Liberalen ausgeschlossen. Rot-Rot-Grün hätte aktuell
keine Mehrheit.

Parteikompetenzen: CDU jetzt in fast allen Bereichen vor SPD

Wenn es darum geht, die wichtigsten Probleme des Landes zu lösen,
liegen SPD und CDU gleichauf. Jeweils 33 Prozent der Befragten trauen
dies SPD und CDU am ehesten zu. Im Februar genoss die SPD hier
allerdings noch mehr Vertrauen (38 Prozent) als die CDU (32 Prozent).
Auch bei einzelnen politischen Aufgaben büßt die SPD im Vergleich zu
Februar in allen Bereichen an Vertrauen ein, während die CDU zulegen
kann. Einzig bei der Frage, wem die Befragten zutrauen, für soziale
Gerechtigkeit zu sorgen, liegt die SPD vorn. 42 Prozent trauen ihr
dies am ehesten zu (-6 zu Februar), der CDU 21 Prozent (+2). In drei
anderen Politikfeldern genießt die CDU jetzt anders als im Februar
mehr Vertrauen als die SPD. 38 Prozent (+3) trauen am ehesten der
CDU zu, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, der SPD 35 Prozent
(-4). Eine gute Schul- und Bildungspolitik zu betreiben trauen 35
Prozent (+3) am ehesten der CDU zu, der SPD 30 Prozent (-6). Und auch
bei der Frage, wem die Befragten am ehesten zutrauen, die
Verkehrsinfrastruktur zu sanieren, genießt die CDU jetzt mit 36
Prozent (+8) mehr Vertrauen als die SPD mit 25 Prozent (-4). In zwei
Bereichen baut die CDU ihren Kompetenzvorsprung auf die SPD weiter
aus. 44 Prozent (+3) trauen ihr am ehesten zu, die Wirtschaft
voranzubringen, der SPD 27 Prozent (-7). Auch im Kampf gegen
Kriminalität und Terror trauen die Befragten mit 43 Prozent (+3) der
CDU am ehesten eine erfolgreiche Politik zu, der SPD 21 Prozent (-4).

Deutlicher Vorsprung von Kraft vor Laschet schrumpft

In der sogenannten Direktwahl-Frage büßt Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft an Zustimmung ein. Wenn sich die Wähler direkt
zwischen Kraft und Herausforderer Armin Laschet entscheiden könnten,
würden in dieser Woche 53 Prozent (-4 zu März) die SPD-Politikerin,
31 Prozent (+9) den CDU-Politiker wählen. Das ist für Kraft der
geringste Vorsprung und der schlechteste Wert in dieser
Legislaturperiode. Für Laschet ist es der beste Wert.

Unzufriedenheit mit der Landesregierung in vielen Politikbereichen

Die Arbeit der aktuellen rot-grünen Landesregierung wird von den
Befragten in vielen Politikbereichen kritisch bewertet. Am größten
ist die Unzufriedenheit mit den Anstrengungen der Landesregierung bei
der Sanierung von Straßen, Brücken und Schienen. Hier sind nur 27
Prozent mit der Landesregierung zufrieden, 70 Prozent sind
unzufrieden. Ähnlich groß ist die Unzufriedenheit mit den
Anstrengungen zur Bekämpfung von Armut (28 Prozent zufrieden, 66
Prozent unzufrieden) und in der Schul- und Bildungspolitik (29 zu
65). Bei der Bekämpfung von Kriminalität und Terror sind 38 Prozent
der Befragten zufrieden mit der Landesregierung, 60 Prozent sind
unzufrieden. Positiv für die Landesregierung fällt die Bilanz
lediglich bei der Schaffung von Arbeitsplätzen (50 Prozent zufrieden,
44 Prozent unzufrieden), in der Wirtschaftspolitik (52 zu 45) und bei
der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen aus (58 zu 36).

Für den NRW-Trend hat Infratest dimap in dieser Woche von Dienstag
bis Donnerstag 1.003 Wählerinnen und Wähler in Nordrhein-Westfalen
telefonisch befragt. Ihre Antworten sind repräsentativ für alle
Wahlberechtigten.

Die Fragen lauteten:

Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag
Landtagswahl in NRW wäre? Wenn man den Ministerpräsidenten direkt
wählen könnte, für wen würden Sie sich entscheiden: für Hannelore
Kraft oder für Armin Laschet? Ich nenne Ihnen jetzt einige politische
Aufgaben. Bitte sagen Sie mir jeweils, welcher Partei Sie am ehesten
zutrauen, diese Aufgaben zu lösen. Sind Sie mit den bisherigen
Anstrengungen der Landesregierung bei … sehr zufrieden, zufrieden,
weniger zufrieden oder gar nicht zufrieden?

Hinweis: Am morgigen Montag (24.4., Fototermin 14.30 Uhr,
Pressetermin 15.00 Uhr) informieren u.a. die WDR-Chefredakteurinnen
Sonia Mikich und Gabi Ludwig über die Besonderheiten dieser
NRW-Landtagswahl und die Berichterstattung des WDR. Anmeldungen unter
wdrpressedesk@wdr.de.

Pressekontakt:
WDR Presse und Information
Kristina Bausch
Tel. 0221 220 7100

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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