Weinberg: Wachsende Anzahl an geschlossenen Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen ist beunruhigend

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Ursachen müssen verstanden werden

Laut Medienberichten hat die Bundesregierung in einer Antwort auf
eine Anfrage der Linksfraktion mitgeteilt, dass die Anzahl an
geschlossenen Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen deutlich
gestiegen ist. Hierzu erklärt der kinder- und jugendpolitische
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg:

„Die geschlossene Unterbringung von Kindern und Jugendlichen darf
nur die allerletzte Wahl sein. Der Anstieg der geschlossenen
Unterbringungen ist daher erschreckend.

Unbestritten ist, dass es keine einfachen Antworten darauf gibt,
wie manchen Kindern und Jugendlichen, insbesondere den sogenannten
Systemsprengern, am besten geholfen werden kann. Den sogenannten
Hilfen zur Erziehung mangelt es jedenfalls bei ca. 12,6 Milliarden
Euro im Jahr 2016 nicht an Geld. Obwohl die Ausgaben jedes Jahr
erheblich ansteigen, gibt es offensichtlich für immer mehr Kinder und
Jugendliche keine bessere Antwort als die geschlossene Unterbringung.
Warum das so ist, muss seriös erforscht werden.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, dass die
Forschung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und
Familiengerichtsbarkeit ausgebaut und die Qualifizierung aller
Akteure, insbesondere der Familienrichter, Gutachter,
Verfahrensbeistände, Jugendamtsmitarbeiter, vorangetrieben wird.
Außerdem brauchen die Entscheider Zeit, sich mit dem Einzelfall
intensiv zu beschäftigen, um eine passende und wirksame Hilfe zu
finden. Die Fallzahlen in Jugendämtern und in Familiengerichten
müssen daher dringend reduziert werden. Wichtig ist, dass das Wohl
und die Würde eines jeden Kindes und Jugendlichen in der
geschlossenen Unterbringung gewahrt wird. Um dies sicherzustellen,
werden wir im Rahmen einer Reform der Kinder- und Jugendhilfe auch
die Heimaufsicht verbessern.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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