Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Ebola

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Nein, mit Panikmache hat das nichts zu tun, wenn
die Chefin der Weltgesundheitsorganisation davon spricht, dass die
ganze Welt in Gefahr sei, wenn ein tödliches Virus außer Kontrolle
gerate. Es ist lediglich ein verzweifelter Weckruf an die
Weltgemeinschaft, die Ebola-Epidemie endlich so ernst zu nehmen, wie
sie tatsächlich ist. Wie tückisch und gefährlich die Seuche ist,
zeigen die Fälle, in denen sich Krankenschwestern trotz bester
Schutzausrüstung angesteckt haben. Vermutlich, weil die Helferinnen
einen kleinen Fehler gemacht haben – mit fataler Wirkung. Noch
fataler war der große Fehler der westlichen Welt, Ebola zu lange als
örtliche begrenzte Krankheit anzusehen. Eine frühere Reaktion und
vor allem die rechtzeitige Entwicklung von Medikamenten hätte den
Ausbruch schnell eindämmen können. Dazu fehlte jedoch das Erkennen
der Notwendigkeit. Und die Pharmaindustrie sah keinen Anlass,
Arzneien zu entwickeln, da sich die Investitionen kaum in barer Münze
ausgezahlt hätten. Auch deshalb wird es nun ein langer und auch
teurer Weg, Ebola in den Griff zu bekommen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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