Westfalen-Blatt: ein Kommentar zum Wald

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Eine Milliarde Euro gegen das Waldsterben. Das
ist eine griffige Forderung. Mit der großen Zahl lässt sich der
Bevölkerung klarmachen, dass das Thema wichtig und die Lage ernst
ist. Und nebenbei, dass die Union sich kümmert. Über Bäume spricht
vor allem die Ost-CDU vielleicht auch einfach lieber als über
Braunkohle. Wald – das ist für viele Menschen ein mit Heimatgefühlen
aufgeladener Begriff. Ein Wald ist gut zum Durchatmen, gut für die
Tiere, gut fürs Klima. Wälder werden aber auch bewirtschaftet. Und
Waldbesitzer haben geringere Einkünfte, wenn es oft stürmt, aber
selten regnet und die Käfer kommen. Neben der Waldromantik geht es
also auch schlicht um Schadenersatz. Da wäre es aber verkehrt, nur
Geld zur Verfügung zu stellen, ohne zugleich den Weg zum Mischwald
der Zukunft zu weisen: weniger Nadelbäume, weniger Flachwurzler;
mehr Bäume, die Trockenheit vertragen. Deswegen ist der Wille zu
einer Aufforstung, die klaren Regeln folgt, sehr zu loben – auch
wenn deren Details noch auszuarbeiten sind. Zur Erinnerung: Die
heutigen Wälder in Deutschland sind auch zum großen Teil
menschengemacht.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Scholz Stephan
Telefon: 0521 585-261
st_scholz@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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