WP: Waldbesitzer fordern Baumprämie und erhöhen Druck auf Politik

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Kurz vor dem NRW-Waldgipfel am kommenden Montag in Düsseldorf
erhöhen die privaten Waldbesitzer ihren Druck auf Bundes- und Landesregierung.
Es sei zwar erfreulich, dass die große Koalition in Berlin mehr als 800
Millionen Euro für die von Sturm, Dürre und Borkenkäfer schwer geschädigten
deutschen Wälder zur Verfügung stelle, nun müsse aber auch die versprochene
Baumprämie eingeführt werden. “Wenn die öffentliche Hand die Kohlenstoffsenke
des Waldes bereits in internationalen Konventionen in die Klimaleistungen der
Bundesrepublik einpreist, muss diese auch entsprechend vergütet werden”,
forderte Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst,
in der Westfalenpost (Mittwochausgabe).

Die Forstbesitzer halten eine Baumprämie von 125 Jahr pro Jahr und Hektar für
angemessen. Insbesondere kleinere Betriebe seien auf diese Unterstützung
angewiesen. “Eine CO2-Prämie hilft vor allem den knapp zwei Millionen privaten
Waldbesitzern in Deutschland, die ansonsten keine Möglichkeit zur
Wiederaufforstung und fortlaufenden Pflege ihrer Bestände haben”, sagte von
Elverfeldt. “Und die Gesellschaft bekommt nicht nur eine CO2-Senke, sondern
einen von den privaten Eigentümern gepflegten Natur- und Erholungsraum, der
allen zugänglich ist.” Die Familienbetriebe Land und Forst appellieren an die
Politik, so schnell wie möglich gemeinsam mit der Wissenschaft ein
Berechnungsmodell für die Baumprämie zu entwickeln.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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