Zeitarbeit, Minijob und Co.: iga-Publikation zeigt, wie betriebliche Gesundheitsförderung auch bei Teilzeit und befristeter Beschäftigung gelingen kann

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Zeitarbeit, Minijob, Projekt-Vertrag: Ein Fünftel
aller Erwerbstätigen in Deutschland hat keine unbefristete
Vollzeitstelle. Für die betriebliche Gesundheitsförderung ist diese
Gruppe von Beschäftigten aus verschiedenen Gründen schwer zu
erreichen. Eine neue Publikation der Initiative Gesundheit und Arbeit
(iga) zeigt, wie Unternehmen dennoch etwas für die Gesundheit ihrer
Minijobber, Teilzeitkräfte sowie Zeitarbeitskräfte tun können: mit
Angeboten direkt am Arbeitsplatz.

Der ständige Druck eine neue Arbeitsstelle zu finden,
Existenzängste sowie mangelnde soziale Einbindung in das Unternehmen
können sich auf die Gesundheit von Beschäftigten in befristeten
Arbeitsverhältnissen oder Teilzeit auswirken. Gleichzeitig sind diese
Beschäftigten schwerer für Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu
erreichen als Vollzeitbeschäftigte mit unbefristeten
Arbeitsverträgen. So ist es für Teilzeitbeschäftigte durch ihre
verringerte Stundenzahl häufig nur eingeschränkt möglich, an
Gesundheitsangeboten teilzunehmen. Zeitarbeitskräfte stehen oft vor
dem Problem, dass nicht das entleihende Unternehmen zuständig für
ihre Gesundheitsförderung ist, sondern das Verleihunternehmen, von
dem sie örtlich getrennt sind. Aufsuchende Gesundheitsförderung kann
hier eine Lösung sein.

“Aufsuchende Gesundheitsförderung” bedeutet Gesundheitsförderung
direkt am Schreibtisch, der Werkbank oder dem Verkaufstresen.
Übungseinheiten, Informations- oder Beratungsangebote werden
niederschwellig, nah am Arbeitsplatz und während des Arbeitstages
angeboten. Der Vorteil: Die Beschäftigten müssen keine entfernt
liegenden Räume aufsuchen oder die Gesundheitsförderung in den
Feierabend verlagern. So lassen sich auch Mitarbeitende zum Mitmachen
motivieren, die Gesundheitsangebote des Betriebs oft nicht
wahrnehmen. Die einzelnen Angebote dienen zum Beispiel dazu, Stress
abzubauen, Herz und Kreislauf zu stärken sowie Augen und Rücken zu
entlasten. Das kann Erkrankungen effektiv vorbeugen. Da
beispielsweise Übungen direkt am Arbeitsplatz stattfinden, können die
Mitarbeitenden zugleich über die konkreten Belastungen vor Ort und
Gesundheitsrisiken aufgeklärt werden.

Der iga.Report “Flexible Beschäftigungsformen und aufsuchende
Gesundheitsförderung im Betrieb” enthält zahlreiche Beispiele zur
Anwendung der Maßnahmen in verschiedenen Branchen und Jobs. Darunter:
Bildschirmtätigkeiten, Arbeit im Schichtdienst, gefährliche Jobs,
Arbeit in der Personenbeförderung, im Callcenter sowie in der
Kosmetik-, Chemie- und Nahrungsmittelbranche. Die 52-seitige
Broschüre gibt es kostenlos im Internet unter
https://www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte/igareport-39/

Initiative Gesundheit und Arbeit

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche
Kranken- und Unfallversicherung zusammen. Ziel der Initiative ist es,
arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und
betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. iga ist eine
Kooperation von BKK Dachverband e. V., der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der
Ersatzkassen e. V. (vdek). www.iga-info.de

Pressekontakt:
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Telefon: 030 26931-1200
E-Mail: tobias.kurfer@vdek.com

Andrea Röder
BKK Dachverband e. V.
Telefon: 030 2700406-302
E-Mail: andrea.roeder@bkk-dv.de

Stefan Boltz
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Telefon: 030 13001-1414
E-Mail: stefan.boltz@dguv.de

Michael Bernatek
AOK-Bundesverband
Telefon: 030 34646-2655
E-Mail: michael.bernatek@bv.aok.de

Original-Content von: IGA Initiative Gesundheit und Arbeit, übermittelt durch news aktuell

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