25 Jahre bpa Thüringen – gute Pflege bleibt Dauerherausforderung / Festakt auf der Wartburg in Eisenach

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Mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach haben mehr als 100
Gäste von Pflegeeinrichtungen, Pflege- und Krankenkassen, Politik und
Kommunen das 25-jährige Bestehen der Thüringer Landesgruppe des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienstleistungen (bpa)
gewürdigt. Die bpa-Landesgruppe Thüringen und ihre heute über 220
Mitgliedsunternehmen waren maßgeblich am Aufbau der neuen ambulanten
und stationären Versorgungsstrukturen nach der Wiedervereinigung
beteiligt. „Beim bpa handelt es sich um einen wichtigen
Dienstleister, Entscheidungsträger und Kooperationspartner im Bereich
der pflegerischen Versorgung in Thüringen. Über die Hälfte der
Pflegeeinrichtungen im Freistaat werden durch private Anbieter
betrieben, viele sind Mitgliedseinrichtungen des bpa. Sie leisten
damit, das betone ich ausdrücklich, einen entscheidenden Beitrag zur
Sicherstellung der pflegerischen Versorgung in Thüringen. Hierfür
gebührt allen Beteiligten Dank und Anerkennung“, so Sozialministerin
Heike Werner in ihrem Grußwort.

Auch die Vorsitzende des bpa Thüringen, Margit Benkenstein, lobte
die Partnerschaft mit Kassen, Kommunen und Politik, verwies aber
gleichzeitig auf die anstehenden Herausforderungen einer älter
werdenden Gesellschaft und den anhaltenden Fachkräftemangel. „Nichts
ist beständiger als der Wandel. Dieses Bonmot trifft auf kaum eine
Branche so sehr zu, wie auf die Pflege. Wer, wie ich, die Pflege noch
zu DDR-Zeiten erlebt hat, weiß, was wir in Thüringen und allen
anderen neuen Bundesländern geschafft haben“, hob Margit Benkenstein
in ihrer Festrede hervor. „Aus Feierabendheimen und den berühmten
Gemeindeschwestern auf den Dörfern haben sich hochqualitative
ambulante Dienste und lebenswerte stationäre Einrichtungen
entwickelt.“

Die Ehrenvorsitzende des bpa Thüringen, Rosemarie Wolf, erinnerte
in ihrer Rede an die großen Reformen der letzten 25 Jahre, wie die
Einführung der Pflegeversicherung 1995, die zu einer großen
Entlastung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen geführt habe,
die Entwicklung neuer teilstationärer und ambulanter
Versorgungsstrukturen, wie Tagespflege oder Wohngruppen, bis hin zu
den Pflegestärkungsgesetzen, die unter anderem bessere
Unterstützungsmöglichkeiten für die steigende Zahl Demenzerkrankter
gebracht haben.

Die Sicherung einer menschlichen und bezahlbaren Pflege bezeichnet
Margit Benkenstein als Daueraufgabe: „Menschlichkeit, Wertschätzung
und hohe Qualität sind zentrale Säulen guter Pflege. Zwischen 1999
und 2015 hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen allein in Thüringen
auf fast 100.000 mehr als verdoppelt. Angesichts dieser Entwicklung
stellt sich die Frage, wie Pflege und Betreuung organisiert werden
sollen, wenn der Bedarf immer größer wird. Diese Frage ist umso
dringlicher, als auf der einen Seite sinkende familiale
Pflegepotenziale zu erwarten sind, auf der anderen Seite aber
aufgrund der demographischen Entwicklung die Zahl der Personen im
erwerbsfähigen Alter sinkt, sodass nicht von einem steigenden
Arbeitskräfteangebot in der Pflege ausgegangen werden kann. Das
Aufeinandertreffen steigender Bedarfe nach Pflege und eines
rückläufigen Arbeitskräfteangebots eröffnet die Versorgungslücke, die
zu schließen eine der wichtigsten Aufgaben der Gesundheits- und
Pflegepolitik der nächsten Jahre sein muss.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
220 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Thomas Engemann, bpa-Landesbeauftragter,
Tel.:0361/653 86 88, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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