3. Gleichstellungstag: „zusammen:weiter – Zukunft braucht Gleichstellung.“ / Verbündete setzen gemeinsames Zeichen für Gleichstellung und solidarische Bündnisse

Zum Abschluss des gestrigen 3. Gleichstellungstags der Bundesstiftung Gleichstellung haben Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Ferda Ataman, Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Sophie Koch, Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, und Katja Henze, Bundessprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, zusammen mit dem Direktorium der Bundesstiftung Gleichstellung ein gemeinsames Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt gesetzt.

Damit machten sie deutlich, wie eng Gleichstellung, Menschenrechte und Antidiskriminierung miteinander verbunden sind. Besonders in gesellschaftlich und politisch krisenhaften Zeiten sind der Schutz gleicher Rechte und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen von besonderer Bedeutung.

Dies spiegelte sich auch in der zentralen Botschaft des Tages wider: Unter dem Motto „zusammen:weiter – Zukunft braucht Gleichstellung.“ kamen rund 1.000 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im bcc Berlin Congress Center zusammen, um Wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und darüber zu diskutieren, wie Veränderungen in Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft geschlechtergerecht vorangebracht werden können. Im Mittelpunkt standen Fragen des Strukturwandels und die Möglichkeiten, Transformationsprozesse von Anfang an mit Gleichstellungswirkung zu gestalten.

Eröffnet wurde der Gleichstellungstag mit einer Keynote von Prof. Dr. Enzo Weber, Wirtschaftswissenschaftler und Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Mareike Lotte Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesgleichstellungsministerin, betonte in ihrem Grußwort die Wichtigkeit guter Rahmenbedingungen: „Wenn Frauen und Männer ihr volles Potential entfalten können, stärkt dies auch die Resilienz und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.“

Zahlreiche Panels, Workshops, die Fachmesse und weitere Austauschformate brachten unterschiedliche Stimmen und Positionen zusammen und boten Raum für Vernetzung, Wissenstransfer und neue Kooperationen. Ein besonderer Dank gilt den vielen Organisationen und Institutionen, die den 3. Gleichstellungstag mitgestaltet und mit ihren Beiträgen und Angeboten bereichert haben.

Durch das Bühnenprogramm führte Anna Dushime. Zum Abschluss des Veranstaltungstages richtete Barbara Blaha, Autorin und Gründerin des Momentum Instituts, in ihrem Lightning Talk den Blick auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und gemeinsames Vorankommen. Den musikalischen Ausklang gestaltete Kat Frankie.

Der Gleichstellungstag war zugleich ein besonderer Moment für die Bundesstiftung Gleichstellung: Im Herbst 2026 ist das Gründungsdirektorium seit fünf Jahren im Amt. Seit der Errichtung der Stiftung im Jahr 2021 wurden zahlreiche Angebote für mehr Gleichstellungswissen und -praxis aufgebaut – von Fachveranstaltungen und Publikationen über Beratungs- und Schulungsangebote bis hin zu Formaten für Bildung, Vernetzung und Austausch.

Über die Bundesstiftung Gleichstellung

Die Bundesstiftung Gleichstellung stärkt und fördert als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts die Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Sie bündelt Kompetenzen in der Gleichstellungsarbeit und trägt gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik dazu bei, die Gleichberechtigung der Geschlechter effektiver durchzusetzen und bestehende Nachteile aus dem Weg zu räumen. Ihre Aufgabe ist es, Informationen bereitzustellen, die Praxis zu stärken und die Entwicklung neuer Ideen für Geschlechtergerechtigkeit zu unterstützen. Sie ist darüber hinaus ein „Offenes Haus für Gleichstellung“, in dem gleichstellungspolitische Initiativen arbeiten und sich vernetzen können.

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