6000 Menschen demonstrieren im rheinischen Revier mit Anti-Kohle-Kette für konsequenten Klimaschutz – größter Protest gegen Braunkohle im Rheinland

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6000 Teilnehmer aus ganz Deutschland,
Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und weiteren
Ländern haben heute im rheinischen Kohlerevier mit einer 7,5
Kilometer langen Menschenkette für einen schrittweisen Kohleausstieg
und konsequenten Klimaschutz demonstriert. Die Demonstranten setzten
mit einer geschlossenen Anti-Kohle-Kette zwischen Keyenberg und dem
Braunkohletagebau Garzweiler II den Baggern eine symbolische Grenze.
Die Kette sei ein deutliches Zeichen, dass ein großer Teil der
Bevölkerung den schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus
der Kohle befürworte, um das nationale Klimaziel von mindestens 40
Prozent weniger CO2 bis 2020 zu erreichen, so die Veranstalter.

Chris Methmann,Campact-Campaigner: „Die große Mehrheit im Lande
will den Kohleausstieg. Merkel und Gabriel dürfen sich im Streit mit
der Kohlelobby auf keine faulen Kompromisse einlassen. Sie müssen die
klimaschädlichsten Kohlemeiler endlich vom Netz nehmen. Die Zukunft
gehört nicht einer Steinzeit-Technologie, sondern Sonnen- und
Windenergie.“

Für Hubert Weiger, den Vorsitzenden des Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND), senden die Anti-Kohle-Proteste
deutliche Signale an die Bundesregierung: „Die Kohleverstromung ist
nicht zukunftsfähig, sie ist ein Auslaufmodell. Der von Gabriel
verlangte Klimabeitrag der Braunkohle muss ohne Abstriche kommen,
sonst steht Kanzlerin Merkel beim G7-Gipfel und der
Weltklimakonferenz mit leeren Händen da. Viel zu hohe CO2-Emissionen
aus alten Kohlemeilern und Klimaschutz passen nicht zusammen.“

Christoph Bals, Sprecher der Klima-Allianz und politischer
Direktor von Germanwatch: „Ohne ein politisches Instrument, das den
Strom aus alten Braunkohlekraftwerken begrenzt, wird G7-Präsidentin
Kanzlerin Merkel in der internationalen Klimadebatte zur lahmen
Ente.“

Susanne Neubronner, Energieexpertin von Greenpeace sagt mit Blick
auf die heute stattfindenden Gewerkschaftsproteste in Berlin: „Das
Ende der Braunkohle ist längst besiegelt. Doch die Gewerkschaftsbosse
versuchen diese Tatsache immer noch zu vertuschen. Das
Untergangsgeheul von RWE, Vattenfall und Co. lenkt nur den Blick von
dem dringend nötigen Strukturwandel ab, den Politik und Kohlekonzerne
einfach verschlafen haben.“

Initiiert wurde die Menschenkette vom Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND), der BUNDjugend, Campact, GREENPEACE,
der Klima-Allianz Deutschland, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU)
sowie der Bürgerinitiative „Stop Rheinbraun“. Zahlreiche weitere
Organisationen unterstützen die Demonstration.

Achtung Redaktionen: Ansprechpartner vor Ort

– Susanne Neubronner (Greenpeace),
susanne.neubronner@greenpeace.de, mobil 0171-5690576
– Chris Methmann (Campact), methmann@campact.de, mobil
0163-2605153

-Tina Löffelsend (BUND), tina.loeffelsend@bund.net, mobil
0176-20067099

– Allgemeine Anfragen bitte an Jörg Haas, Campact-Pressesprecher,
mobil 0152-22888799

Fotos: www.flickr.com/groups/antikohleketten Videomaterial
erhalten Sie bei Jörg Haas, mobil. 0152-22888799 Alle Informationen
zu Anti-Kohle-Kette: www.anti-kohle-kette.de Elektronische
Pressemappe:
http://anti-kohle-kette.de/presse/elektronische-pressemappe/

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