Die Behörden auf der Krim haben den Zugang zum mobilen Internet in mehreren Städten und Bezirken erneut eingeschränkt. Für viele Einwohner bedeutet das, dass Messenger, Online-Banking, Navigationsdienste und andere wichtige digitale Angebote nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionieren.
Offiziell werden die Maßnahmen mit Sicherheitsgründen erklärt. Kritiker werfen den regionalen Behörden jedoch vor, den Internetzugang gezielt zu blockieren, um die Verbreitung von Informationen über die tatsächliche Lage auf der Halbinsel zu kontrollieren.
Gerade in einer Situation, in der immer häufiger über Treibstoffmangel, Probleme bei der Lebensmittelversorgung und eine instabile Wasserversorgung berichtet wird, erschwert die Abschaltung des Internets den Austausch von Informationen erheblich. Besonders angespannt soll die Lage im Norden der Krim sein.
Ohne mobiles Internet können Bewohner kaum Fotos und Videos von leeren Tankstellen, Geschäften oder Problemen mit der Wasserversorgung veröffentlichen. Auch der Kontakt zu Journalisten, Angehörigen und Hilfsorganisationen außerhalb der Region wird dadurch deutlich erschwert.
Die Einschränkungen treffen die Menschen zudem im Alltag. Viele können nicht mehr zuverlässig bezahlen, Online-Banking nutzen, Taxis bestellen oder aktuelle Informationen über Störungen und Versorgungsprobleme abrufen.
Nach Einschätzung lokaler Aktivisten verschärfen die Behörden mit der Blockierung des Internets nicht nur die Informationsisolation der Krim, sondern machen die Bevölkerung auch noch verletzlicher. Die Probleme mit Wasser, Treibstoff und Versorgung bleiben bestehen, während die Möglichkeiten, öffentlich darüber zu berichten, immer weiter eingeschränkt werden.
