Cottbus. Für Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf
Christoffers (Linke) wird es am Standort Jänschwalde (Spree-Neiße)
keinen Kraftwerksneubau mehr geben. In einem Interview für die in
Cottbus erscheinende „Lausitzer Rundschau“ (Samstag) zieht
Christoffers zudem in Zweifel, ob der Tagebau Jänschwalde-Nord nötig
ist. „Das wird sich Ende 2015 zeigen, wenn wir wissen, wie es mit der
Versorgung durch den bestehenden Kraftwerkspark in Deutschland
aussieht.“
Christoffers, dessen Partei am Samstag auf einem Landespartei um
die Zukunft der Braunkohle in der Lausitz streitet, sieht die
Braunkohle dennoch als Brückentechnologie noch für mehrere
Jahrzehnte, um die Energiewende abschließen zu können. Der
Wirtschaftsminister der rot-roten Landesregierung von
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betont zudem in der Zeitung:
„Wenn man sich die Entwicklung in Deutschland ansieht, dann wird
aller Voraussicht nach kein neues Kraftwerk mehr gebaut. Es sei denn,
die Bundesregierung ändert die Rahmenbedingungen für den Einsatz von
Kohlekraftwerken.“
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