Die Unternehmen haben begriffen, dass sie dem
Nachwuchs etwas bieten müssen, wollen sie nicht vor leeren Werkbänken
und Schreibtischen stehen. Dass der Gesetzgeber eine Untergrenze für
Ausbildungsvergütungen zieht, ist überflüssig. Zumal die Höhe des
Lehrgelds nicht allein über die Berufswahl junger Menschen
entscheidet. Neben persönlichen Interessen spielen die
Arbeitsbedingungen eine große Rolle. Das erklärt, warum auf dem Bau
viele Lehrstellen unbesetzt sind, obwohl Maurer schon im zweiten
Lehrjahr mehr verdienen als Bankkaufleute im dritten.
Erfolgsorientierte Jugendliche fragen auch nach
Aufstiegsmöglichkeiten. Da hat das Handwerk oft das Nachsehen, weil
Meisterlehrgänge Tausende Euro kosten, wohingegen ein
Hochschulstudium kostenlos ist. Hier sollte der Staat mit einer
Geldprämie für die bestandene Meisterprüfung einen Anreiz setzen.
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