Schmales Budget: Deutschen fehlt das Geld für große Anschaffungen

– 50 Prozent planen kurzfristig keine höheren Ausgaben
– Gründe: hohe Preise und geringe Ersparnisse

Die Hälfte der Deutschen plant in den kommenden 12 Monaten keine Käufe von hochpreisigen Produkten wie Autos, Möbeln oder Waschmaschinen. Egal ob persönlicher Wunsch oder notwendige Investition, beides liegt derzeit auf Eis. Dafür einen Kredit aufzunehmen, kommt für 76 Prozent der Deutschen nicht in Frage. Die Zurückhaltung drückt einen bewussten, vorsichtigen Umgang mit dem eigenen Budget aus. Das sind Ergebnisse aus der repräsentativen Umfrage „easyCredit-Kreditindex 2026“ unter 1.679 Bundesbürgerinnen und -bürgern.

Der erstmals erhobene easyCredit-Kreditindex zeigt diese Sensibilität deutlich: Er liegt bei -27,3 Punkten und damit klar im negativen Bereich. Der Index kann auf einer Skala von -100 (zurückhaltende Kredit- und Investitionsneigung) bis +100 (überdurchschnittliche Investitions- und Finanzierungsbereitschaft) schwanken. Ursache für die geringe Konsumfreude ist die finanzielle Situation der Haushalte. Zu hohe Preise (40 Prozent), zu wenig Ersparnisse (34 Prozent) sowie hohe Energie- oder Lebenshaltungskosten (31 Prozent) bremsen derzeit die meisten Vorhaben aus. Knapp ein Fünftel derjenigen, die geplante größere Anschaffungen wahrscheinlich nicht realisieren, möchte aktuell bewusst sparen.

„Wenn notwendige Anschaffungen anstehen, sind Planungssicherheit und Flexibilität für viele Menschen besonders wichtig“, sagt Nicole Schulte, Leiterin Kundenreise der TeamBank. „Eine passende Finanzierung kann dabei helfen, den finanziellen Engpass zu überbrücken.“

Ab 50-Jährige besonders vorsichtig bei den Ausgaben

Die Kaufzurückhaltung nimmt zu, je älter die Befragten sind. Das verdeutlicht auch der Kreditindex: Während junge Erwachsene unter 30 Jahren mit +3,9 Indexpunkten im positiven Bereich liegen, sind die 50- bis 79-Jährigen mit -43,1 Punkten stark im Minus. Konkret wollen 63 Prozent der unter 30-Jährigen in den kommenden 12 Monaten in größere Anschaffungen investieren. In der Generation 50 Plus planen dagegen nur 36 Prozent notwendige Ersatzbeschaffungen oder die Erfüllung ihrer Wünsche.

Welche Ausgaben genau auf der Liste stehen, unterscheidet sich ebenfalls je nach Alter. 18- bis 29-Jährige mit Investitionsabsichten entscheiden sich vor allem für Reparaturen, Ersatzanschaffungen und andere notwendige Ausgaben (50 Prozent). An zweiter Stelle stehen bei den Jüngeren Renovierungen, der Kauf eines Autos oder andere wichtige, aber theoretisch aufschiebbare Investitionen (48 Prozent). Die 30- bis 49-Jährigen planen hauptsächlich, in die schönen Seiten des Lebens und ihren Komfort zu investieren: 48 Prozent von ihnen wollen in einen Urlaub oder neue Möbel investieren, nur 38 Prozent in notwendige Anschaffungen und Reparaturen. Die Generation 50 Plus zeigt im Altersvergleich in allen Bereichen die geringste Bereitschaft zu Anschaffungen.

Hindernisse und Anreize für Investitionen

Die Vorsicht der Älteren beruht jedoch seltener auf konkreten Hindernissen als bei den Jüngeren. Etwa ein Viertel der 50- bis 79-Jährigen, die ihre Investitionen voraussichtlich nicht tätigen, hält eigentlich nichts davon ab, Geld auszugeben. Zu hohe Preise sind mit 46 Prozent der Hauptgrund der 18- bis 29-Jährigen gegen Anschaffungen. Bei den 30- bis 49-Jährigen kommen mehrere Gründe zusammen: zu hohe Preise (50 Prozent), zu wenig Ersparnisse (41 Prozent), bewusstes Sparen (27 Prozent) und ein unsicherer Arbeitsplatz (16 Prozent).

Auch wenn derzeit weniger größere Anschaffungen geplant sind, könnten einige Entwicklungen dazu führen, dass die Deutschen ihre Sparneigung überdenken. Ein höheres Einkommen (44 Prozent), sinkende Verbraucherpreise (42 Prozent) und attraktive Angebote (39 Prozent) wären konkrete Anreize, die viele Befragte zum Geldausgeben bewegen würden. Steuerliche Entlastungen könnten jede dritte Familie mit Kindern zu mehr Ausgaben veranlassen, bei den Haushalten ohne Kinder reizt dies nur ein Viertel der Befragten.

Hintergrundinformationen:

Die Studie „easyCredit-Kreditindex 2026“ zeigt auf, wie es aktuell um die Investitionsneigung und Kreditaufnahmebereitschaft privater Haushalte in Deutschland bestellt ist. Im Mittelpunkt steht der easyCredit-Kreditindex, der beide Dimensionen zu einem Indikator für die aktuelle Investitions- und Finanzierungsbereitschaft privater Haushalte zusammenfasst. Für die repräsentative Studie befragte das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der TeamBank AG 1.679 Deutsche im Mai und Juni 2026 online.

TeamBank AG – Ein Unternehmen der DZ BANK Gruppe

Die TeamBank bietet im Rahmen des Allfinanzangebots der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken unter den Marken easyCredit und fairer Credit ein breites Spektrum an Konsumfinanzierungslösungen. Dazu zählen innovative Ansätze wie die Bereitstellung eines Sofortkredits mit einem flexiblen finanziellen Rahmen sowie die Integration von Finanzierungskonzepten in Kauf- und Buchungsprozesse (Embedded Finance). Dies umfasst Rechnungs- und Ratenkaufmodelle, die nahtlos in die Wertschöpfungsketten der Händler und somit in den Alltag der Kundinnen und Kunden eingebettet sind.

Kundenzentrierung ist dabei die zentrale Prämisse der TeamBank – nicht nur für Produkte und Services, sondern auch für ihre Aufbau- und Ablauforganisation.

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