Appell an zukünftige Bundesregierung: Mehr Einsatz für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und eine gerechte Globalisierung

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Drei Monate vor der Bundestagswahl fordern der
Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR), die Klima-Allianz
Deutschland und VENRO von der künftigen Bundesregierung deutliche
Verbesserungen der Politik in den Bereichen Nachhaltigkeit,
Klimaschutz und Entwicklung. Am 22. Juni 2017 in Berlin diskutieren
die drei Organisationen mit Spitzenpolitiker_innen der aktuell im
Bundestag vertretenen Parteien ihre Erwartungen.

Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender Verband
Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO): „Die künftige
Bundesregierung muss Armut und soziale Ungleichheit abbauen, und zwar
in Deutschland genauso wie weltweit. Deutschland muss die globalen
Belastungen durch unsere nicht nachhaltige Art des Wirtschaftens und
Konsumierens verringern. Zu einer gerechten Gestaltung der
Globalisierung gehört darüber hinaus, dass die Bundesregierung
endlich gesetzliche Regelungen zur menschenrechtlichen
Sorgfaltspflicht von Unternehmen einführt: Die Wirtschaft ist für den
Schutz der Menschenrechte mitverantwortlich. Die Bundesregierung muss
die realen Fluchtursachen und nicht die Flüchtenden bekämpfen.
Gleichzeitig muss sie die Möglichkeiten legaler Migration deutlich
erweitern.“

Viviane Raddatz, WWF Deutschland und Sprecherin der Klima-Allianz
Deutschland: „Deutschland hat sich mit dem Pariser Abkommen
international zu mehr Klimaschutz verpflichtet, droht aber, sein
selbstgestecktes 2020-Ziel weit zu verfehlen. Damit wir dieses Ziel
noch erreichen können, muss die nächste Bundesregierung ein
Sofortprogramm auflegen, mit dem die ältesten und dreckigsten
Kohlekraftwerke zügig vom Netz gehen. Wir fordern von den Parteien
klare Aussagen, wie sie das umsetzen wollen.“

Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident Deutscher Naturschutzring (DNR):
„Der Verkehrssektor ist seit vielen Jahren das Sorgenkind der Klima-
und Umweltpolitik: Eine Zunahme des Pkw- und Güterverkehrs mit stetig
wachsenden Treibhausgasemissionen, regelmäßige Skandale bei
Abgasmessungen oder CO2-Grenzwerten, überdimensionierte
Infrastrukturplanungen sowie anhaltende Belastungen der Menschen
durch Lärm und Luftschadstoffe belegen den enormen Handlungsbedarf.
Die nächste Legislaturperiode muss daher eine grundlegende
Verkehrswende einleiten, die auf eine umweltverträgliche Mobilität,
eine Abkehr vom fossilen Verbrennungsmotor sowie auf den Abbau von
umweltschädlichen Subventionen wie dem Dienstwagen- oder dem
Dieselprivileg setzt.“

Auf der Podiumsdiskussion „Nachhaltigkeitsziele und Klimaschutz:
Welchen Fahrplan haben die Parteien? Sozial-ökologische Gerechtigkeit
und globale Verantwortung“ diskutieren die Verbände am 22. Juni 2017
in Berlin mit Peter Altmaier (Kanzleramtsminister, CDU), Dr. Ralf
Stegner (Stellvertretender Vorsitzender SPD), Katja Kipping
(Parteivorsitzende DIE LINKE) und Dr. Anton Hofreiter (Vorsitzender
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen). Weitere Informationen dazu
finden Sie hier.

Pressekontakt:
DNR | Maria Bossmann | 030/678177595 | maria.bossmann@dnr.de

Klima-Allianz Deutschland | Julia Dittmann | 030/780899514 |
presse@klima-allianz.de

VENRO | Steffen Heinzelmann | 030/263929923 | s.heinzelmann@venro.org

Original-Content von: Deutscher Naturschutzring, übermittelt durch news aktuell

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