BDI-Präsident Kempf: Deutschland droht in Digitalisierung und Innovation zurückzufallen

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BDI-Präsident Kempf: Deutschland droht in
Digitalisierung und Innovation zurückzufallen

– Industrie in Gespräche zu 5G einbeziehen
– Zusammenarbeit in der IT-Sicherheit stärken
– Digitale Innovationen vorantreiben

„Deutschland droht im internationalen Standortwettbewerb um die
Vorreiterrolle in Digitalisierung und Innovation zurückzufallen. Die
Uhr tickt.“ Das sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der
Deutschen Industrie (BDI), am Montag in Hannover anlässlich der
Eröffnung der CEBIT.

„Seit drei Legislaturperioden verspricht die Bundesregierung
schnelles Internet und verpasst jedes Mal ihr selbst gesetztes Ziel.
So fehlt bis heute ein flächendeckend schnelles Internet“,
kritisierte der BDI-Präsident.

Die deutsche Industrie müsse in den Gesprächen zu möglichen
5G-Anwendungen und Ausbaukapazitäten frühzeitig einbezogen werden,
forderte Kempf. Wichtig sei mehr Tempo im neuen Mobilfunkstandard 5G.
„Die Verzögerung der Frequenzversteigerung für 5G verbaut den
Unternehmen den Vorsprung gegenüber anderen Ländern wie China oder
Korea.“ Umso mehr komme es nun darauf an, dass der geplante
Mobilfunkgipfel schleunigst konkrete Lösungskonzepte für eine
weitgehende Versorgung liefere.

Besonders in der Cybersicherheit sei eine stärkere internationale
Zusammenarbeit geboten, verlangte der BDI-Präsident. Der deutschen
Wirtschaft entstehe durch Spionage, Sabotage und Diebstahl im Jahr
ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro. „Die Bundesregierung muss
ihre Bemühungen zur Cybersicherheit verstärken. Die Exportnation
Deutschland ist auf weltweit anerkannte Standards und Regeln in der
Cybersicherheit angewiesen“, unterstrich Kempf.

Außerdem müsse die Politik digitale Innovationen vorantreiben.
„Deutschland braucht mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung,
um junge Technologien wie Blockchain oder Deep Learning zu fördern“,
sagte der BDI-Präsident.

Das Niveau privater Investitionen in Künstliche Intelligenz liege
in Europa bei 2,4 Milliarden Euro – in Nordamerika sei es fünf bis
sechs Mal höher, erklärte Kempf. Dafür seien international bewährte
Instrumente wie eine steuerliche Förderung von Forschung und
Entwicklung genauso erforderlich wie neue Konzepte zur Förderung von
Sprunginnovationen.

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
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Original-Content von: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, übermittelt durch news aktuell

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