Caritas im Land startet Programm für Langzeitarbeitslose

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Stuttgart/Freiburg, 7. Januar – Extrem schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben nach wir vor Langzeitarbeitslose. Sie profitieren nicht vom Aufschwung. Ab dem 1. Januar 2013 bietet die Caritas in Baden-Württemberg daher an zwölf Standorten im Land ein maßgeschneidertes Programm an, um langzeitarbeitslose Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Unter dem Stichwort NIL (nachhaltige Integration langzeitarbeitsloser Menschen) werden die Teilnehmer nicht nur für eine Arbeitsstelle qualifiziert und dorthin vermittelt; am neuen Arbeitsplatz begleiten Sozialarbeiter die Teilnehmer weiterhin, dies vor allem während der kritischen Phase nach der Arbeitsaufnahme. Auch Arbeitgeber erhalten Beratung, damit sie Probleme im Betrieb möglichst früh erkennen und einem Abbruch der Beschäftigung entgegenwirken können.

Mit 1,1 Millionen Euro wird das NIL-Projekt aus dem Topf des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg hat dieses Projekt unter vielen als förderungswürdig ausgewählt. Für die Caritasdirektoren Prälat Wolfgang Tripp (Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg) stellt NIL eine große Chance dar: „Da die Bundesregierung die Angebote für langzeitarbeitslose Menschen drastisch gekürzt hat, mangelt es an geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen. Die hier vorliegende Förderung übertrifft in ihrer Konzeption auch die bisher bekannten Angebote, da sie das persönliche, familiäre wie das berufliche Umfeld in den Blick nimmt.“ Es sei langfristig angelegt und begleite die Menschen auch nach erfolgreicher Arbeitsaufnahme, so die Caritasdirektoren.

Die Laufzeit des NIL-Projekts ist auf zwei Jahre angelegt. Es richtet sich beispielsweise an langzeitarbeitslose Frauen, die wegen der Erziehung der Kinder oder der Pflege von Angehörigen nicht gearbeitet haben. Genauso sind ältere Langzeitarbeitslose angesprochen, die aufgrund ihres Alters erschwerte Bedingungen bei der Arbeitssuche vorfinden. Da Langzeitarbeitslosigkeit überproportional oft Personen mit Migrationshintergrund betrifft, sollen sie besonders berücksichtigt werden.

Von Ostwürttemberg bis Konstanz, von Mannheim bis Freiburg – je nach Standort werden die Langzeitarbeitslosen im städtischen oder ländlichen Umfeld und in Regionen mit unterschiedlicher Infrastruktur beraten. In einem weiteren Schritt sollen die Erfahrungen aus- und weiterverwertet werden. Die Caritas stellt die landesweite Vernetzung der Teilprojekte sicher.

Die zwölf NIL-Standorte sind: Caritas Ulm (für die Stadt Ulm und den Alb-Donau-Kreis), Caritas Ost-Württemberg und Stiftung Haus Lindenhof (beide Standorte für den Ostalbkreis und Landkreis Heidenheim), Neue Arbeit Lahr (für den Ortenaukreis),
Elrec kombeg gGmbH (für den Landkreis Emmendingen), Caritas Fils-Neckar-Alb (für den Landkreis Esslingen), Caritas Schwarzwald-Gäu (für die Landkreise Böblingen und Tübingen), Caritasverband Bruchsal (für den Landkreis Karlsruhe), Caritasverband Freiburg, Caritasverband Stuttgart, Caritasverband Konstanz, Caritasverband Mannheim

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