Deine Zeit zählt: Zeit spenden für pflegende Angehörige

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– Neue Forsa-Umfrage der Initiative Embracing CarersTM von Merck
zur Situation von pflegenden Angehörigen
– Über 21 Millionen Menschen mit Erfahrungen in der Pflege von
Angehörigen / erhebliche Doppelbelastung durch Beruf und Pflege
– Kampagne “Deine Zeit zählt” von der Initiative Embracing
CarersTM: Unterstützung der pflegenden Angehörigen kann sehr
einfach sein

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute
bekannt gegeben, dass in Deutschland derzeit etwa 5,8 Millionen Menschen
unentgeltlich ein Familienmitglied pflegen. Bereits Erfahrungen in der Pflege
Angehöriger haben sogar 21,6 Millionen Menschen. Dabei haben die Pflegenden
häufig mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen: Überlastung, finanzielle Nöte
oder Einsamkeit. Eine von der Initiative Embracing Carers in Auftrag gegebene
Forsa-Umfrage “Pflegende Angehörige” zeigt die konkreten Herausforderungen,
denen sich pflegende Angehörige in ihrem Alltag stellen. Gleichzeitig
unterstützt die Studie den Aufruf der Kampagne “Deine Zeit zählt” und zeigt auf,
wie pflegende Angehörige in wenigen Minuten entlastet werden können.

Deutschland wird älter. Die Herausforderungen, die sich aus dem demografischen
Wandel für Politik und Gesellschaft ergeben, finden zunehmend Eingang auf die
Agenda öffentlicher Diskussionen. Neue Gesetze sollen nicht nur die Situation
pflegebedürftiger Menschen verbessern, sondern auch diejenigen unterstützen, die
mit der Pflege tagtäglich beschäftigt sind. Neben hauptberuflichen
Pflegefachkräften werden dabei zunehmend auch die Menschen in den Blick
genommen, die unentgeltlich die Pflege eines Familienmitgliedes, Partners,
Kindes oder Freundes übernehmen. So sind allein 60 Prozent der aktuell 5,8
Millionen pflegenden Angehörigen berufstätig. Das bedeutet einen erheblichen
zeitlichen Balanceakt: Erwerbsarbeit, Sozialleben, Familienleben, Haushalt und
Pflegearbeit müssen unter einen Hut gebracht werden.

Pflegende Angehörige benötigen konkrete Unterstützung im Alltag

In den Studienergebnissen spiegeln sich die unterschiedlichen Antworten wider,
die sich aus den verschiedenen Lebens- und Pflegesituationen ergeben. Auf die
Frage, wofür sie mehr Zeit brauchen, gab die Gruppe zwischen 18 und 49 Jahren
an, neben konkreter Unterstützung in der Pflegearbeit Hilfe im Haushalt und bei
der Alltagsorganisation zu benötigen. Die mehrheitlich nicht mehr berufstätigen
über 60-jährigen betonten – abgesehen von stärkerer Unterstützung bei
unmittelbaren Pflegeleistungen – den Wunsch nach mehr zwischenmenschlicher
Zuwendung, vor allem jemanden, der ihnen zuhört. Für alle Altersgruppen fehlt es
außerdem an Zeit für sportliche Bewegung, Lesen oder Fernsehen. Auch Beziehungen
und Freundschaften leiden unter der Belastung. Pflegende Angehörige haben zudem
nicht genügend Zeit für Aus- und Weiterbildungen.

Erhebliche zeitliche Belastung

Für die Meisten pflegenden Angehörigen nimmt die Pflegearbeit bis zu 10 Stunden
pro Woche in Anspruch. Viele verwenden sogar mehr Stunden pro Woche für Pflege.
So gaben 29 Prozent der Befragten an, dass sie 11- 24 Stunden pro Woche für die
Pflegearbeit einrechnen müssen. 17 Prozent pflegen in Vollzeit (bis zu 48
Stunden pro Woche).

Laut Forsa Studie pflegen Menschen zwischen 18 und 49 Jahren in Deutschland
sowohl ihre (Schwieger-)Eltern (45 Prozent) als auch Großeltern (31 Prozent)
oder eigene Kinder (11 Prozent). In ihren 50ern sind Pflegende am Häufigsten mit
der Pflege der Eltern beschäftigt (84 Prozent). Pflegende über 60 sind zunehmend
mit der Pflege ihrer (Ehe-)Partner konfrontiert. Je nach Lebenssituation müssen
sich die Pflegenden also unterschiedlichen Herausforderungen stellen, die
organisatorischer, emotionaler, finanzieller und physischer Natur sein können.

Ein paar Minuten Zeit sind große Hilfe

Anhand der Studienergebnisse macht die Initiative Embracing Carers darauf
aufmerksam, dass bereits ein paar Minuten Zeit eine große Unterstützung sein
können. Mit der Kampagne “Deine Zeit zählt” ruft deshalb Embracing Carers dazu
auf, Verwandte, Freunde oder Kollegen, die Angehörige pflegen, mit selbst
kleinen Tätigkeiten oder Gesten zu helfen, den belastenden Alltag besser zu
bewältigen.

So sind für die Gruppe der 18- bis 59-jährigen die Hilfe in Alltagsorganisation
eine große Entlastung: zum Beispiel einen Einkauf übernehmen, ein Abendessen
kochen, Wäsche bügeln oder die Kinder beaufsichtigen würde ihren Alltag
erheblich erleichtern. Hilfreich ist auch die Organisation von Büroarbeit oder
sozialen Aktivitäten, wie das Besorgen von Kinokarten oder Theatertickets. Über
60-jährigen Pflegenden hingegen würde durch menschliche Zuwendung geholfen: Eine
Tasse Tee und ein offenes Ohr kann Kraft geben, die emotional belastende
Situation eines kranken (Ehe-)Partners oder Elternteils besser zu verarbeiten.

Dabei gilt “Deine Zeit zählt” – jede Minute ist wichtig. Jeder, der pflegende
Angehörige unterstützt, kann nun jede investierte Minute auf
www.embracingcarers.com verbuchen. Ziel ist es, 1 Millionen Minuten
Unterstützung weltweit zu generieren. Damit soll auf die Situation pflegender
Angehöriger aufmerksam gemacht und ihr Umfeld zur Unterstützung angeregt werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Embracing CarersTM, bestehenden Hilfsangeboten und den
global State of care Bericht gibt es unter:
www.embracingcarers.com/en/home/carer-resources/germany-resources.html

Embracing CarersTM

Embracing CarersTM ist eine internationale Initiative, die 2017 von Merck, einem
führenden Wissenschafts- und Technologieunternehmen, in Zusammenarbeit mit
international führenden Pflege-Organisationen, gegründet wurde.
Pflege-Organisationen, die mit Merck unter anderem zusammenarbeiten sind:
Caregiver Action Network, Carers Australia, Carers Canada, Carers UK, Carers
Worldwide, Eurocarers, National Alliance for Caregiving, International Alliance
of Carer Organizations (IACO) and Shanghai Roots & Shoots, China.

Über Merck

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, ist in den
Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig. Rund 56.000
Mitarbeiter arbeiten daran, im Leben von Millionen von Menschen täglich einen
entscheidenden Unterschied für eine lebenswertere Zukunft zu machen: Von der
Entwicklung präziser Technologien zur Genom-Editierung über die Entdeckung
einzigartiger Wege zur Behandlung von Krankheiten bis zur Bereitstellung von
Anwendungen für intelligente Geräte – Merck ist überall. 2018 erwirtschaftete
Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Wissenschaftliche
Forschung und verantwortungsvolles Unternehmertum sind für den technologischen
und wissenschaftlichen Fortschritt von Merck entscheidend. Dieser Grundsatz gilt
seit der Gründung 1668. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümer des
börsennotierten Konzerns. Merck hält die globalen Rechte am Namen und der Marke
Merck. Die einzigen Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo die
Unternehmensbereiche als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance
Materials auftreten. Weitere Informationen finden Sie unter www.merckserono.de,
www.merckserono.com oder www.merckgroup.com.

Pressekontakt:
Dr. Brigitte Hanke 06151 6285-511

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/139088/4450405
OTS: Embracing Carers

Original-Content von: Embracing Carers, übermittelt durch news aktuell

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