DER STANDARD-Kommentar „Schmieds Scheitern“

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Claudia Schmied hätte gerne Hilfe im „Kampf“ gegen
die Lehrer – so kann man die Verhandlungen über ein neues Dienstrecht
auch bezeichnen. Die Unterrichtsministerin möchte das Ringen mit den
Lehrern zur „Chefsache“ erklären, aber die Chefs wollen nicht, weder
Kanzler Werner Faymann auf der roten noch Vize Michael Spindelegger
auf der schwarzen Seite. Sie scheinen keine Eile zu haben und ein
Scheitern Schmieds und dieser Verhandlungen vor der Wahl in Kauf zu
nehmen. Die Lehrergewerkschafter haben offenbar kein Problem damit,
die Regierung in dieser Frage gegen die Wand fahren zu lassen: Sie
können genauso gut – oder noch besser – mit dem alten Dienstrecht
leben. Daher beharren sie darauf, ihre Maximalforderungen umzusetzen,
was die Gehälter, aber auch was zusätzliche Ausstattung in der Schule
und Personal für administrative Tätigkeiten betrifft. Die
Gewerkschaftsvertreter wollen es sich teuer abkaufen lassen, dass
Lehrer künftig mehr Zeit in der Schule und im Klassenzimmer
verbringen sollen. Manche ihrer Forderungen sind nachvollziehbar,
andere wie jene nach 13.000 zusätzlichen Stellen eine Provokation.
Das Lehrerbild muss und wird sich wandeln. Die Gewerkschafter tragen
dramatisch wenig dazu bei. Wirklich irritierend ist aber, wie hilflos
die Regierung in dieser Frage agiert. Immerhin geht es nicht nur um
Gehälter und Dienstpläne, sondern um die Ausbildung der Kinder.

Rückfragehinweis:
Der Standard, Tel.: (01) 531 70/445

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