Drogenbeauftragte Mortler: „Gemeinsames Vorgehen gegen den internationalen Drogenschmuggel konsequent weiterführen – Neustruktur des Zolls ist eine gute Voraussetzung!“

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Der illegale Drogenhandel stellt Behörden, Justiz und
Gesellschaft auf vielerlei Ebenen vor große Herausforderungen. Die
Sicherstellungen von mehreren hundert Kilogramm Kokain bereits im
ersten Quartal dieses Jahres durch den deutschen Zoll vermitteln
einen Eindruck, in welchem Maße illegale Drogen in und durch
Deutschland geschmuggelt werden. Auch an der Grenze zu Tschechien
stellt der Zoll regelmäßig Methamphetamine wie Crystal Meth sicher.
„Auch wenn die Bekämpfung der terroristischen Bedrohung durch den IS
und die Bewältigung der Flüchtlingskrise zu Recht hoch oben auf der
Agenda unserer Sicherheitsbehörden stehen, müssen wir auch die
Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, und dazu gehört der
Drogenschmuggel, konsequent fortsetzen. Mir ist extrem wichtig, dass
wir Polizei und Zoll in diesen Bereichen den Rücken stärken.
Organisierte Kriminalität darf unsere freiheitliche Gesellschaft
nicht untergraben“, so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung,
Marlene Mortler bei ihrem Zusammentreffen mit dem Präsidenten der
Generalzolldirektion, Uwe Schröder und dem Leiter des
Zollkriminalamtes, Norbert Drude in Berlin. Die Neustrukturierung des
Zolls sei ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung, um den
internationalen Drogenschmuggel bestmöglich zu bekämpfen. Schon in
der Vergangenheit hat sich die Drogenbeauftragte nicht nur für eine
Stärkung der Behandlung und Prävention von Drogenabhängigkeit
eingesetzt, sondern auch die Verabschiedung eines
deutsch-tschechischen Abkommens unterstützt, das den Zoll- und
Polizeibehörden beider Staaten etwa bei der Bekämpfung des Handels
mit Crystal Meth eine grenzüberschreitende Strafverfolgung
ermöglicht. Der Präsident der Generalzolldirektion Uwe Schröder
erläuterte die umfangreichen Aufgaben und Befugnisse des Zolls bei
der Bekämpfung des Drogenschmuggels und die enge Zusammenarbeit mit
anderen Behörden: „Der Zoll steht an vorderster Front im Kampf gegen
den internationalen Drogenschmuggel. Wir überwachen nicht nur den
Warenverkehr über die Grenzen mit viel Personaleinsatz und modernster
Technik. Auch im Inland sind wir bundesweit mit der Zollfahndung wie
keine andere Behörde aufgestellt. So fangen wir immer wieder große
Mengen ab; etwa die Hälfte der in Deutschland sichergestellten Drogen
findet alleine der Zoll. Trotzdem bleibt diese Aufgabe eine
tagtägliche Herausforderung, die wir nur in enger Zusammenarbeit mit
anderen Behörden im In-und Ausland stemmen können.“ Mortler, Schröder
und Drude sprachen auch über die Entwicklung des Schmuggels bei
Kokain oder synthetischen Drogen (z.B. Ecstasy). „In den ersten drei
Monaten 2017 hat der Zoll schon mehr Kokain sichergestellt, als im
ganzen Jahr 2016. Ähnlich ist die Entwicklung bei Ecstasy. Das macht
uns Sorgen, denn wir wissen, dass wir trotz intensiver Suche und
umfangreichen Ermittlungen nur einen Teil finden können. Noch
schwieriger wird es, wenn die Drogen erst einmal im Land sind. Hier
setzen wir auch mit gemeinsamen Ermittlungen mit der Polizei an.“,
betonte der Leiter des Zollkriminalamtes, Norbert Drude. Ziel sei es,
in Zukunft verstärkt zusammenzuarbeiten und gemeinsam an wirksamen
Maßnahmen zur Dezimierung von Drogendelikten zu arbeiten. Dazu gehört
beispielsweise die Sensibilisierung und Aufklärung der Öffentlichkeit
ebenso wie ein regelmäßiger Austausch über neue Handelswege wie
beispielsweise den Handel im Internet. Weitere Informationen unter
www.drogenbeauftragte.de und www.zoll.de

Pressekontakt:
Generalzolldirektion
Pressestelle
Stefan Kirsch
Telefon: 0228 303 11600
Pressestelle.GZD@zoll.bund.de

Original-Content von: Generalzolldirektion, übermittelt durch news aktuell

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