Endlich mehr Zeit für Pflegebedürftige / Endbürokratisierung auch in Sachsen, bpa führt erste Schulungen zur vereinfachten Pflegedokumentation durch

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Als erstes Bundesland in Ostdeutschland geht
Sachsen die Reduktion der Pflegedokumentation an und sorgt so für
konkrete Entlastungen. Pflegebedürftige, Pflegekräfte und
Einrichtungen werden unmittelbar profitieren. Bereits ab Mitte März
schult das Projektteam des Pflegebeauftragten der Bundesregierung im
Freistaat die ersten Multiplikatoren des Bundesverbands privater
Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). Im Anschluss vermitteln diese
Multiplikatoren den Umgang mit dem gestrafften Dokumentationssystem
an die privaten Einrichtungen weiter. „Das neue System beschränkt die
Dokumentation auf das Notwendigste. Enormer bürokratischer Aufwand
wird so vermieden und den Pflegeeinrichtungen die Angst genommen,
dass ein Prüfer im Nachgang noch mit zahlreichen Fragen den Wert der
Pflegeleistungen in Abrede stellt. Pflegekräfte wollen sich mit
Menschen beschäftigen und nicht mit unnötiger Bürokratie. Davon
profitieren die Pflege- und Hilfebedürftigen ebenso wie deren
Angehörige“, erläutert Dr. Matthias Faensen, Vorsitzender der
Landesgruppe Sachsen des bpa.

Pflegeheime und ambulante Dienste haben in den nächsten Monaten
die Chance, die vereinfachte Dokumentation einzuführen, die von einer
vom Bundesgesundheitsministerium eingesetzten Expertengruppe
entwickelt wurde und alle fachlichen und rechtlichen Anforderungen
mit deutlich weniger Aufwand erfüllt. „Die Umsetzung des schlanken
Systems läuft unter der Federführung der Wohlfahrtsverbände und des
bpa, diese haben die Koordination für alle Bundesländer übernommen.
Weniger wird nach der Umsetzung mehr sein: Es wird mehr Zeit für die
Betroffenen zur Verfügung stehen, und die Pflegenden werden mehr
Freude an ihrer Arbeit haben, weil endlich wieder die Pflege und
nicht die Dokumentation im Mittelpunkt steht“, so Faensen.

„Den Mitarbeitern ist bewusst, dass die Dokumentation der Pflege
sehr wichtig ist. Allerdings hat der Papierkrieg in den vergangenen
Jahren Ausmaße angenommen, die in keinem Verhältnis mehr zur
eigentlichen Tätigkeit standen“, berichtet auch Gisela Magli, die mit
ihrem Unternehmen Pflegedienst Engel in Markranstädt an den
Multiplikatorenschulungen ab Mitte März teilnehmen wird. „Regelmäßig
wiederkehrende Leistungen, beispielsweise der Grundpflege, brauchen
nicht mehr einzeln dokumentiert zu werden. Hier reicht es künftig,
nur die Abweichungen zu dokumentieren. Das ist sicher und spart
deutlich Zeit“, meint die Pflegeexpertin.

bpa e. V. – Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste
e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen,
davon beinahe 500 in Sachsen, die größte Interessenvertretung
privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland.
Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater
Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000
Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Jacqueline Kallé, Leiterin der
bpa-Landesgeschäftsstelle Sachsen, Tel.: 0341/211 05 30, Mobil:
0162/134 135 6, www.bpa.de

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