Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt: Durchbruch in den Tarifverhandlungen / Historisches Ergebnis für alle Beteiligten

Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt: Durchbruch in den Tarifverhandlungen. Historisches Ergebnis für alle Beteiligten.

– VdEW und NGG erzielen Einigung in Sachsen-Anhalt: Verbindlicher Plan zur Angleichung der Löhne Ost-West

– Tarifvertrag mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2032

– Sofortige Lohnerhöhung von 3,5 % + weitere 1,2 bis 2,2 % zum 1. Dezember 2026

– Ab 2027: Übernahme der Ergebnisse des Tarifgebiets Obst/Gemüse/Mineralwasser

Niedersachsen/Bremen zzgl. 1,75 % festem Angleichwert für Betriebe in Sachsen-Anahlt

– Angleichung Ost-West mit letzter Erhöhung zum 1. Juli 2032

– Ergebnis der Schwarz Produktion wird in die Flächenlösung Sachsen-Anhalt integriert

Der Verband der Ernährungswirtschaft e. V. (VdEW) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben in der Tarifrunde der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt einen Tarifabschluss erreicht. Nach mehreren Verhandlungsrunden ist der Durchbruch gelungen. Die Tarifparteien haben ein historisches und in dieser Form einmaliges Ergebnis für Beschäftigte und Unternehmen vereinbart: Einen langfristigen Tarifvertrag, an dessen Ende die verbindliche Angleichung der Löhne Ost-West für die Tarifpartner in Sachsen-Anhalt steht.

Ein sehr guter Abschluss für Beschäftigte und Unternehmen

Der Tarifabschluss sieht für das Jahr 2026 eine Erhöhung der Löhne um 3,5 % vor. Zum 1. Dezember 2026 steigen die Löhne zusätzlich um 1,2 bis zu 2,2 %. Damit erhalten die Beschäftigten bereits 2026 eine deutliche Lohnsteigerung. Ab 2027 werden die Ergebnisse aus dem Tarifgebiet Obst/Gemüse/Mineralwasser Niedersachsen/Bremen übernommen. Zusätzlich wird ein fester Angleichwert von 1,75 % vereinbart. Die letzte Erhöhung mit diesem festen Angleichwert erfolgt zum 1. Juli 2032. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2032. Spätestens bis dahin ist die Angleichung der Löhne an Westniveau erfolgt.

„Mit diesem Tarifabschluss ist der Durchbruch gelungen. Wir haben ein historisches Ergebnis verhandelt“, sagt Vehid Alemic, Hauptgeschäftsführer des VdEW. „Dafür sind die Arbeitgeber bis an die Schmerzgrenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen. Für einige Unternehmen bedeutet dieser Abschluss eine zusätzliche Belastung in Millionenhöhe. Aber im Ergebnis erhalten die Beschäftigten nun deutliche und verlässliche Lohnerhöhungen. Gleichzeitig schafft der Abschluss für die Unternehmen einen klaren und planbaren Rahmen.“

Schrittweise Angleichung an das vergleichbare Westniveau

Mit der Übernahme der Ergebnisse aus Bremen/Niedersachsen und dem zusätzlichen festen Angleichwert von 1,75 % wird die Angleichung der Löhne in Sachsen-Anhalt Schritt für Schritt fortgesetzt. Die letzte Erhöhung mit dem festen Angleichwert zum 1. Juli 2032 markiert den Abschluss dieses vereinbarten Angleichungswegs.

Die Lösung verbindet eine deutliche Entwicklung der Löhne mit der notwendigen langfristigen Planbarkeit. Die Unternehmen der Ernährungswirtschaft stehen weiterhin vor hohen Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten sowie einem starken Wettbewerbsdruck. Der Tarifabschluss berücksichtigt diese Rahmenbedingungen und eröffnet zugleich eine verlässliche Perspektive für die Beschäftigten.

Ein Erfolg für die gesamte Tarifgemeinschaft

„Dieser Abschluss ist ein starkes Signal für die Beschäftigten, für die Unternehmen und für die Tarifpartnerschaft in Sachsen-Anhalt. Alle Beteiligten haben Verantwortung übernommen und ein Ergebnis erreicht, das langfristig trägt.“, so Alemic.

Der VdEW dankt allen Beteiligten, vor allem den Mitgliedern in der Tarifkommission, für die konstruktive Arbeit und die Bereitschaft, gemeinsam eine tragfähige Lösung zu verhandeln. Der Abschluss stärkt die Tarifgemeinschaft und schafft eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt.

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