Erzbischof Schick beendet Reise nach Uganda – SECAM-Jubiläum im Mittelpunkt / “Vision für eine bessere Zukunft auf dem afrikanischen Kontinent”

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Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der
Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg),
beendet heute eine einwöchige Reise nach Uganda (26. Juli bis 2.
August 2019). Im Mittelpunkt stand die Teilnahme am Jubiläumstreffen
von SECAM, dem Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und
Madagaskar, dessen Gründung vor 50 Jahren begangen wurde. An dem
Treffen in der ugandischen Hauptstadt Kampala haben rund 300 Bischöfe
aus Afrika und weitere hochrangige Geistliche aus der ganzen
Weltkirche teilgenommen, um über die Zusammenarbeit unter den
afrikanischen Bischofskonferenzen in den vergangenen 50 Jahren
nachzudenken und wegweisende Handlungsempfehlungen für die Zukunft
der katholischen Kirche in Afrika in einem abschließenden Dokument
festzuhalten.

“Die Kirche in Afrika steht vor vielen Herausforderungen, dennoch
lebt sie von ihrem tiefen Glauben, der Freude an der erlösenden
Botschaft Jesu Christi und dem Willen, die Zukunft des Kontinents
entscheidend mitzugestalten”, erklärte Erzbischof Schick nach dem
Hauptgottesdienst des SECAM-Jubiläums (28. Juli 2019), zu dem sich
die Bischöfe am Schrein der 22 ugandischen Märtyrer in Namugongo,
einem Vorort von Kampala, versammelt hatten. Die afrikanischen
Bischöfe bekundeten bei der SECAM-Konferenz ihre gemeinsame
Entschlossenheit, den Kampf gegen die drängenden Nöte der Menschen
fortzuführen. “Das goldene Jubiläum von SECAM ist ein Zeichen für den
Dienst für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden in Afrika”, betonte
der neu gewählte Präsident von SECAM, Kardinal Philippe Ouédraogo aus
Burkina Faso, während seiner Ansprache vor tausenden Gläubigen. Der
Kardinal unterstrich die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit
zwischen den Bischofskonferenzen auf dem Kontinent: “Nur wenn die
einzelnen Bischofskonferenzen in Afrika weiter zusammenwachsen, kann
die Kirche erfolgreich pastorale Herausforderungen wie die weiterhin
ansteigende Verbreitung von HIV, Jugendarbeitslosigkeit oder die
zunehmende Zahl von Flüchtlingen auf dem Kontinent meistern.”
Erzbischof Schick, der sich mit vielen afrikanischen Kardinälen und
Bischöfen während seiner Reise austauschte, hob insbesondere die
große Herausforderung der hohen Geburtenrate auf dem afrikanischen
Kontinent hervor. Die Kirche übernehme dabei eine wichtige Aufgabe,
indem ihre Schulen und Bildungseinrichtungen die Gleichstellung der
Geschlechter und die ganzheitliche Erziehung förderten.

Im Verlauf seiner Reise nach Uganda traf Erzbischof Schick unter
anderem mit dem Deutschen Botschafter in Kampala, Dr. Albrecht Conze,
dem Apostolischen Nuntius, Erzbischof Luigi Bianco, sowie mit dem
Sekretär der Ugandischen Bischofskonferenz, Monsignore John Baptist
Kauta, zusammen, um tiefere Einblicke in die politischen und
gesellschaftlichen Herausforderungen Ugandas und der dortigen Kirche
zu gewinnen. Außerdem besuchte der Erzbischof mehrere von den
Comboni-Missionaren gegründete Schulen sowie ein Zentrum für die
Behandlung von HIV/AIDS-Kranken. In einem Zentrum der
Arche-Gemeinschaft von Jean Vanier traf er mit behinderten Menschen
zusammen und informierte sich über katholische Initiativen in diesem
Feld. Bei einem Treffen mit Verantwortlichen des
Jesuiten-Flüchtlingsdienstes JRS (Jesuit Refugee Service) waren das
Ausmaß der Fluchtbewegungen im heutigen Afrika und die Möglichkeiten
der Kirche, den Flüchtlingen zu helfen, das bestimmende Thema. Uganda
ist das afrikanische Land, das die größte Zahl von Flüchtlingen
aufgenommen hat.

Abschließend betonte Erzbischof Schick: “Ich bewundere die
vielfältigen Tätigkeiten und Initiativen der katholischen Kirche in
Uganda für die integrale Entwicklung der gesamten Bevölkerung,
insbesondere für die Notleidenden, Ausgegrenzten und Armen. Die
Kirche und die Gläubigen bezeugen authentisch und wirksam die
befreiende Botschaft Jesu Christi in ihrem Alltag. Der Glaube lässt
sie trotz der Vielzahl ihrer Sorgen und Nöte hoffen und bestärkt sie
in ihrer Vision für eine bessere Zukunft auf dem afrikanischen
Kontinent.”

Hintergrund

SECAM ist die kontinentale Vereinigung der Bischofskonferenzen in
Afrika und Madagaskar. Die Deutsche Bischofskonferenz steht (ebenso
wie die Werke Missio und Misereor) in engem Austausch mit SECAM.
Zuletzt haben die Deutsche Bischofskonferenz und SECAM gemeinsam das
VIII. Deutsch-Afrikanische Bischofstreffen vom 22. bis 27. Mai 2018
in Antananarivo (Madagaskar) zum Thema “Die ganzheitliche Entwicklung
des Menschen” durchgeführt.

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Herausgeber
P. Dr. Hans Langendörfer SJ
Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz

Original-Content von: Deutsche Bischofskonferenz, übermittelt durch news aktuell

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