Führende Politiker in NRW sehen Laschet nach angekündigtem AKK-Rückzug in wichtiger Rolle

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Christdemokraten, aber auch Oppositionspolitiker in NRW
schreiben nach dem angekündigten Rückzug der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret
Kramp-Karrenbauer Armin Laschet eine wichtige Rolle zu. “Armin Laschet wird als
Stellvertreter stärker gefordert sein. Es besteht die Gefahr eines Rechtsrucks
in der CDU”, sagte Serap Güler, NRW-Integrationsstaatssekretärin und Mitglied
des CDU-Bundesvorstandes, der Rheinischen Post (Onlineausgabe). Laschet habe die
erforderliche Führungserfahrung und könne die Partei zusammenbringen. Ähnlich
sieht es selbst die Opposition in NRW: “Armin Laschet ist jetzt als Chef des
wichtigsten CDU-Landesverbands gefordert, für Stabilität in der Partei zu
sorgen. Er muss schnell den Umgang der CDU mit den Rechten klären und nicht
länger AfD und Linkspartei gleichstellen”, sagte SPD-Landeschef Sebastian
Hartmann. Er müsse alles daransetzen, dass es jetzt nicht zu einer Kernschmelze
des demokratischen Systems komme. Auch die Vorsitzende der NRW-Grünen, Mona
Neubaur, sieht in Laschet einen stabilisierenden Faktor: “Unabhängig von seinen
eigenen Bestrebungen wäre wünschenswert, dass Armin Laschet seine Position
nutzt, um die in der CDU zusammen zu führen, die eindeutig gegen Rechts stehen –
in Wort und Tat.” Die Situation sei durch den Dammbruch in Thüringen so
gefährlich wie lange nicht mehr. Es müsse für alle Parteien nun darum gehen,
nicht parteilich zu taktieren, sondern zum Wohle unseres Landes. Erforderlich
seien Konservative aus der CDU, die eine klare Brandmauer gegen die AfD hielten.

Zustimmung für Kramp-Karrenbauers Schritt kam von Ex-Bundesinnenminister Gerhart
Baum: “Der Rückzug Kramp-Karrenbauers ist richtig. Sie kommt mit der
merkwürdigen CDU in Thüringen nicht klar – aber wer sonst?” Die CDU könne es
sich nicht bieten lassen, “dass die unselige Werteunion für die gesamte Partei
spricht.” Aus Baums Sicht hat Laschet ernsthafte Chancen auf die Nachfolge:
“Seine Qualität ist die eines Versöhners.” Zu einer möglichen eigenen Bewerbung
um die Kanzlerkandidatur oder den Parteivorsitz äußerte sich Laschet am Montag
nicht.

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