„Gott hat die Welt nicht dem Dunkelüberlassen“/ EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm begrüßt neues Kirchenjahr

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Mit festlichen Gottesdiensten zum ersten Advent
starten am Sonntag Christinnen und Christen in den rund 14.000
evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland in ein neues
Kirchenjahr.

Jesus Christus werde in Kirche und Gesellschaft dringend
gebraucht, sagt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner
Adventsbotschaft. „Wir brauchen ihn in unseren Städten, Dörfern und
Wohnvierteln. Wo der Ton so scharf geworden ist. Wo wir so oft
nebeneinander oder gegeneinander leben anstatt miteinander. Wo die
Verachtung viel zu oft den Ton prägt anstatt der Respekt. Wo wir so
oft nicht mehr den Menschen sehen, sondern den Vertreter einer
bestimmten politischen Richtung oder den Angehörigen einer bestimmten
Religion oder Weltanschauung oder den mit dem vollen oder leeren
Geldbeutel.“

Bedford-Strohm ruft dazu auf, die Liebe Gottes in die Herzen
einziehen zu lassen: „Die Lichter, die jetzt im Advent wieder überall
brennen, machen es sinnlich erfahrbar: Das Dunkel mag manchmal Macht
über uns gewinnen. Aber beherrschen kann es uns nicht mehr. Gott hat
diese Welt nicht dem Dunkel überlassen. Weil er uns in Christus als
dem Heiland der Welt erschienen ist“, so der EKD-Ratsvorsitzende.

Der Beginn der Adventszeit markiert nach christlichem Verständnis
den Beginn der Weihnachtszeit, sondern auch eines neuen
Kirchenjahres. In diesem Jahr wird mit dem ersten Advent zudem eine
neue „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder“ in der
evangelischen Kirche eingeführt. Sie gilt als Richtschnur für die
Lesungen und Predigttexte in den Gottesdiensten an Sonn- und
Feiertagen. „Viele Jahre lang haben viele Menschen darüber
diskutiert, welche biblischen Texte dem jeweiligen Sonntag im
Kirchenjahr zugeordnet werden sollen und welches die Predigttexte für
den jeweiligen Sonntag sein sollen“, so Bedford-Strohm. Bei der
Neuordnung wurde rund ein Fünftel der biblischen Texte ausgetauscht.
In Zukunft werden in evangelischen Gottesdiensten mehr Texte aus dem
Alten Testament zu hören sein, mehr Texte, in denen Frauen eine
wichtige Rolle spielen.

„Für den heutigen Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Advent
hätte jedenfalls kein passenderer Text gewählt werden können“, so
Bedford-Strohm im Blick auf den sonntäglichen Predigttext aus dem
Matthäusevangelium (Mt Kapitel 21, Verse 1 bis 9) zum Einzug Jesu in
Jerusalem: „Denn was könnte rettender, was könnte
hoffnungsstiftender, was könnte heilsamer sein als dass Jesus bei uns
einzieht?“

Das liturgische Buch zur neuen Ordnung wird am Sonntag in einem
Festgottesdienst in der Schlosskirche in Wittenberg symbolisch an die
Gemeinden übergeben. Die Predigt halten der Vorsitzende der Union
Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK), Kirchenpräsident Christian
Schad und der Leitende Bischof der Vereinigten
Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm predigt am ersten
Advent in der Nürnberger St. Lorenzkirche.

Hinweis: Einen digitalen Kirchenjahres-Kalender finden Sie unter
www.kirchenjahr-evangelisch.de.

Hannover, 30. November 2018

Pressestelle der EKD

Carsten Splitt

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

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