Große Familienunternehmen suchen die Nähe zu Start-ups

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– Knapp die Hälfte der Unternehmen kooperiert mit mindestens einem
Start-up
– Fast zwei Drittel wünschen Unterstützung bei der
Kontaktanbahnung über Online-Plattformen oder
Netzwerk-Veranstaltungen
– Deutsche Bank und BDI veröffentlichen die Studie: Die größten
Familienunternehmen in Deutschland

Nahezu die Hälfte der größten Familienunternehmen in Deutschland
kooperiert bereits mit Start-ups, strategische Zukunftsthemen stehen
dabei klar im Vordergrund. Das ergibt die aktuelle Befragung Die
größten Familienunternehmen in Deutschland, die der Bundesverband der
Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Bank gemeinsam mit dem
Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn an diesem Mittwoch
veröffentlichen. So geben 54 Prozent der befragten Unternehmen auf
die Frage nach dem Motiv zu einer Kooperation an, neue Technologien
erschließen zu wollen. Für rund die Hälfte der Unternehmen sind
weitere Gründe, die digitale Transformation zu meistern sowie
Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. An der Umfrage
nahmen rund 250 der 4700 größten Familienunternehmen in Deutschland
teil, die mindestens 50 Millionen Euro im Jahr umsetzen. „Start-ups“
wurden bei der Befragung als innovative, schnell wachsende
Unternehmen verstanden, die jünger als zehn Jahre sind.

„Immer häufiger werden heute jahrzehntelang bewährte
Geschäftsmodelle angegriffen und sicher geglaubte Marktanteile
radikal neu verteilt. Familienunternehmen müssen ihre
Geschäftsmodelle bei immer kürzeren Produktzyklen und Entwicklungen
infolge der Digitalisierung oft schnell anpassen oder neu erfinden“,
sagt Stefan Bender, Leiter Firmenkunden Deutschland bei der Deutschen
Bank. „Um bei der Entwicklung mithalten zu können, ist die
Zusammenarbeit mit Start-ups ein guter Weg. Es ist ein starkes
Signal, dass bereits jedes zweite große Familienunternehmen mit
Start-ups kooperiert“, kommentiert Bender.

Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer, sagt zu
den Erkenntnissen der Befragung: „Industrielle Start-ups haben es in
Deutschland schwer. Ressentiments und Bürokratie schaden Gründern und
Mittelstand gleichermaßen. Die Erhebung zeigt, dass größere
Familienunternehmen gezielt den Austausch mit Start-ups suchen.
Venture-Capital-Investitionen müssen endlich begünstigt,
Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung zügig eingeführt
werden. Das stärkt Innovationen in Unternehmen und den Standort
Deutschland. Ziel muss sein, Start-ups zum Mittelstand von morgen zu
machen und etablierte Familienunternehmen dabei zu unterstützen,
zukunftsfähig zu bleiben.“

Hohe Zufriedenheit trotz unterschiedlicher Unternehmenskulturen

Rund die Hälfte der Unternehmen mit Kooperationserfahrung und
knapp ein Drittel der Unternehmen ohne Kooperationserfahrung sehen
eine unterschiedliche Unternehmenskultur als größtes Problem bei der
Zusammenarbeit mit einem Start-up. Dennoch sind rund 70 Prozent der
befragten Unternehmen, die bereits mit einem Start-up
zusammenarbeiten, mit der Kooperation zufrieden oder sehr zufrieden.
Jedes zweite dieser Unternehmen plant in den kommenden drei Jahren,
mit weiteren Start-ups zusammenzuarbeiten.

Branchenerfahrung zählt – das Alter der Gründer kaum

Entscheidend für die Auswahl der Start-ups sind die
Branchenerfahrung der Gründer (73 Prozent der Befragten) und ein
sofortiger Mehrwert der Kooperation (66 Prozent). Dagegen spielt das
Alter der Start-up-Unternehmer kaum eine Rolle. Nur rund elf Prozent
der befragten Unternehmen geben an, dass ein Mindestalter der Gründer
für die Auswahl relevant ist. Die regionale Nähe des Start-ups zum
eigenen Unternehmen ist 37 Prozent der Befragten wichtig. Obwohl die
Unternehmensvertreter bei der Anbahnung stark auf ihr persönliches
Umfeld setzen, ist es nur für 18 Prozent von ihnen wichtig, dass das
Gründerteam aus dem persönlichen Netzwerk stammt.

Familienunternehmen wünschen Unterstützung bei der
Kontaktanbahnung

Lediglich rund sieben Prozent der Kontakte zwischen
Familienunternehmen und Start-ups kommen über spezielle
Internetplattformen zustande. Dabei wünschen sich rund 46 Prozent der
Unternehmen, die bereits mit einem Start-up kooperieren,
elektronische Portale, die etablierte Unternehmen und Start-ups
zusammenbringen. Rund 30 Prozent wünschen sich
Netzwerkveranstaltungen. Insgesamt wünschen sich zwei von drei
Unternehmen (64 Prozent) zusätzliche Maßnahmen, die ihnen die
Anbahnung erleichtern. Aktuell setzen die Unternehmen stark auf
persönliche Empfehlungen: Jede zweite Kooperation (52 Prozent) kommt
entweder hierdurch oder durch eigene Recherche (47 Prozent) zustande.
Aber auch Start-ups sind aktiv: Bei rund 32 Prozent der Kooperationen
geht die Initiative von jungen Unternehmen aus.

Die Studie finden Sie hier: https://bdi.eu/publikation/news/die-gr
oessten-familienunternehmen-in-deutschland-i2018/

Kontakt für Medien

Deutsche Bank AG

Heinrich Frömsdorf Telefon: +49 69 910 47680 E-Mail:
heinrich.froemsdorf@db.com

BDI

Judith Völker Tel.: +49 30 2028 1449 E-Mail: j.voelker@bdi.eu

IfM Bonn

Jutta Gröschl Tel.: +49 228 72997 29 E-Mail: groeschl@ifm-bonn.org

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Original-Content von: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, übermittelt durch news aktuell

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