Inkassoverband: Nordrhein-westfälische Kommunen verzichten auf Beitreibung von Forderungen in Milliardenhöhe

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Mit deutlich mehr als 500 Teilnehmern startete
am gestrigen Donnerstag die Jahreshauptversammlung des
Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) in
Düsseldorf.

In der Eröffnungsveranstaltung, zu der sich Spitzenvertreter der
Parteien aus dem nordrhein-westfälischen Landtag auf dem Podium
eingefunden haben, wurde heftig über die rechtlichen
Rahmenbedingungen zur Beitreibung der kommunalen Außenstände in NRW
diskutiert. Nach Einschätzung von BDIU-Präsident Wolfgang Spitz
bestehen derzeit allein bei Kommunen im Bundesland NRW
niedergeschlagene Forderungen im Wert von in den letzten Jahren rund
fünf bis zehn Milliarden Euro. Spitz richtete an die Vertreter der
Politik die Frage, wie die Kommunen mit diesen Forderungsbeständen,
bei denen sämtliche Beitreibungsbemühungen erfolglos geblieben sind,
umgehen wollen. Nach Auffassung des BDIU könnten durch
professionelles Forderungsmanagement fünf bis zehn Milliarden EUR den
kommunalen Kassen zurückgeführt werden. Geld, das für notwendige
infrastrukturelle Investitionen eingesetzt werden könnte.

Am Beispiel Hessens, wo entsprechende vor allem
datenschutzrechtliche Grundlagen vorliegen, macht der BDIU
Beitreibungserfolge der Inkassounternehmen im kommunalen Bereich
deutlich. Dennoch sieht keiner der Parteienvertreter an diesem
Nachmittag die dringende Notwendigkeit einer Gesetzesinitiative in
NRW. Abschließend appelliert Kay Uwe Berg, Hauptgeschäftsführer des
BDIU, an die Anwesenden, einen gesetzlichen Vorstoß zu wagen, um die
brach liegenden Forderungen einzutreiben. Das Podium verspricht
daraufhin Gesprächsbereitschaft und inhaltliche Auseinandersetzung.

Die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung tauschen sich in
Düsseldorf noch bis Samstag über die neuesten Trends im
Forderungsmanagement aus und bringen sich zu branchenrelevanten
Fragen, wie beispielsweise der EU-Datenschutz-Grundverordnung auf den
aktuellen Stand.

Über den BDIU

Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) ist
der größte Inkassoverband in Europa und der zweitgrößte weltweit. Der
Verband ist Sprachrohr für 560 Mitgliedsunternehmen, die die
Interessen von mehr als 500.000 Gläubigern aus allen
Wirtschaftsbereichen vertreten. BDIU-Mitglieder führen pro Jahr für
ihre Auftraggeber rund fünf Milliarden Euro in den
Wirtschaftskreislauf zurück.

Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V.
Marco Weber
Pressesprecher
Friedrichstraße 50-55
10117 Berlin
Telefon: 030 / 2 06 07 36-40
weber@inkasso.de

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