Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG) spendet Seenotrettern 10.000 Euro

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Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG) und
der Hilfsverein „HASENE International e.V.“ spenden 10.000 Euro an
„Sea Watch“ für ihren Einsatz zur Rettung von Menschenleben im
Mittelmeer. Außerdem rufen sie Muslime zum Spenden auf als Ausdruck
für ihren Unmut über die europäische Flüchtlingspolitik.

„Es stellt unser Gerechtigkeitsempfinden auf den Kopf, wenn die
Rettung von Menschenleben unter Strafe gestellt wird. Die
Flüchtlingspolitik der Europäischen Union hat die Schwelle des
Fremdschämens schon lange überschritten. Mit der Kriminalisierung und
Verhaftung von Seenotrettern hat sie schließlich auch die Schwelle
des Erträglichen überschritten“, erklärt Bekir Altas, Generalsekretär
der IGMG.

Als islamische Religionsgemeinschaft sieht sich die IGMG in der
Pflicht, Haltung zu zeigen und sich bei den Seenotrettern zu bedanken
für ihren selbstlosen Einsatz für Menschlichkeit und Gerechtigkeit.
„Wir rufen Muslime auf, sich an den Spenden für die Seenotrettung zu
beteiligen. Jeder Euro wird den verantwortlichen Regierungen ein
Zeichen sein, dass wir nicht einverstanden sind mit dieser herzlosen
Politik“, so Bekir Altas weiter.

Mesud Gülbahar, Vorsitzender des Hilfsvereins „HASENE
International e.V.“, ergänzt: „Wir wissen aus erster Hand, aus
welchen menschenunwürdigen Verhältnissen die Menschen fliehen müssen.
Das Leid, das die Menschen in den Herkunftsländern erdulden müssen,
ist in unseren Breitenkreisen kaum vorstellbar. Und Europa ist an
Fluchtursachen, nicht unbeteiligt. In den meisten Brandherden kommen
Waffen –Made in Europe– zum Einsatz, in den armen Regionen
konkurrieren einheimische Bauern und Unternehmen vergeblich mit
subventionierten Waren aus Europa und verlieren ihre wirtschaftliche
Existenzgrundlage.“

HASENE International bereist im Rahmen seiner weltweiten
Hilfsprojekte viele Kriegs- und Konfliktregionen sowie arme Länder
und kennt die Fluchtursachen. „Deshalb darf es für uns Europäer keine
Rolle spielen, ob ein Mensch vor Verfolgung, vor Krieg oder vor dem
sicheren Hungertod flieht. Wir tragen in jedem Falle Mitverantwortung
und müssen ihr gerecht werden“, erklärt Mesud Gülbahar.

Pressekontakt:
IGMG
0221/942240-250
presse@igmg.org

Original-Content von: Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG), übermittelt durch news aktuell

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