Kantar Emnid-Umfrage zur Europawahl: Umweltschutz Topthema für die Wählerinnen und Wähler / Weiger: Aufbruch in ein nachhaltiges Europa gestalten

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Aus Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) und seiner Jugendorganisation, der BUNDjugend, ist
die Europawahl am 26. Mai eine Umweltwahl. In einer repräsentativen
Kantar Emnid-Umfrage für den BUND maßen 83 Prozent der Befragten dem
Umweltschutz eine große bis sehr große Bedeutung für das nächste
EU-Parlament bei. Hier sieht der BUND-Vorsitzende die Bedeutung des
Umwelt- und Naturschutzes bestätigt. “Der Schutz unserer Umwelt
bewegt die Menschen. Fridays For Future oder die Demonstrationen für
den Hambacher Wald zeigen: Die Politikerinnen und Politiker kommen an
dem Thema nicht mehr vorbei. Dem neuen EU-Parlament kommt hierbei
eine zentrale Aufgabe zu. Die EU-Parlamentarier müssen das Votum der
Menschen ernst nehmen und in diesem Sinne Politik machen. Menschen
und Natur gehören in den Mittelpunkt der Politik”, erklärt Hubert
Weiger. Der BUND ruft die Bürgerinnen und Bürger auf am Tag der
Europawahl für eine lebenswerte Zukunft zu stimmen und damit den
Grundstein für einen Aufbruch in ein nachhaltiges Europa zu legen.

Die Umfrage zeigt zudem, dass fast die Hälfte der Wahlberechtigten
noch nicht entschieden ist, welche Partei sie wählen. “Das 44 Prozent
kaum zwei Wochen vor der EU-Wahl noch nicht wissen, wen sie wählen,
macht deutlich, dass die Parteien mit ihren Lösungsvorschlägen gerade
im Bereich Umweltpolitik punkten können”, so Weiger. “Im Wahlkampf
müssen endlich die Themen Klima und Umwelt die von der Mehrheit der
Bevölkerung gewünschte Bedeutung bekommen.” Mit Blick auch auf die
gewachsene Bedeutung der Umweltbewegung hebt Kira Heinemann, die
27-jährige Vertreterin der BUNDjugend, hervor: “Uns rennt die Zeit
davon. Statt rückwärtsgewandten Populisten das Feld zu überlassen,
brauchen wir Politikerinnen und Politiker, die Europa mutig sozial
und ökologisch voranbringen. Dann wüssten auch mehr Menschen heute
schon, wo sie morgen ihr Kreuz machen.”

Das neue europäische Parlament wird eine entscheidende Rolle bei
der anstehenden Reform der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik
(GAP) spielen. Der BUND sieht darin die Chance, die dringend
notwendige Wende in der Agrarpolitik einzuleiten. Ein Großteil der
Bevölkerung unterstützt der aktuellen BUND-Umfrage zufolge eine
Neuausrichtung der GAP. So sagten 81 Prozent der Befragten, dass sie
es richtig finden, die EU-Fördergelder für die Landwirtschaft stärker
vom Umfang des Arten- und Tierschutzes sowie des Klima- und
Umweltschutzes der landwirtschaftlichen Betriebe abhängig zu machen.
Der BUND-Vorsitzende: “Das Ergebnis bestätigt die Rückmeldungen, die
wir aus der Bevölkerung bekommen. Bei der Europawahl geht es auch um
eine artgerechte Tierhaltung und die Rettung unserer Artenvielfalt.
Dies leisten vor allem kleine und mittlere Betriebe, deren Arbeit wir
mit der GAP-Reform endlich stärken müssen. Der BUND fordert die
zukünftigen Parlamentarier auf: Öffentliches Geld darf es nur noch
für öffentliche Leistungen geben. Die pauschalen Flächenprämien
müssen schrittweise abgeschafft werden.”

Ein weiteres klares Ergebnis der Umfrage für den BUND zeigt, was
sich die Menschen wünschen: Bei der Gewichtung der Themen sprach sich
eine deutliche Mehrheit für soziale Gerechtigkeit sowie Klima- und
Umweltschutz aus – Wirtschaftswachstum ist im Vergleich weniger
wichtig. Hubert Weiger: “Zu Recht verlangen die Menschen von den
Politikerinnen und Politikern ein größeres Engagement für mehr
Umwelt- und Naturschutz und soziale Gerechtigkeit. Unsere
Lebensgrundlage ist durch die Art und Weise wie wir leben,
produzieren, arbeiten und konsumieren bedroht. Eine Politik der
Gewinne zulasten von Mensch und Umwelt ist nicht mehr akzeptabel.”
Und mit Blick auf die Wählerinnen und Wähler fügt Weiger an: “Die
Stimme eines jeden Einzelnen von uns entscheidet, ob die Interessen
einer nicht nachhaltigen Wirtschaft oder von Großkonzernen mehr
zählen als Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit.”

Auf die Frage, ob sie dafür sind, dass in Handelsabkommen zwischen
Staaten starke Sozial- und Umweltstandards verbindlich
festgeschrieben werden, sagten 87 Prozent der Menschen ja. Dazu
erklärt Kira Heinemann, Vorstandsmitglied der BUNDjugend: “Die
Europäische Union muss sich aus den Ketten der Lobbyisten befreien
und sich um die Zukunftsthemen der jungen Generation kümmern. Dafür
ist auch eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum als Maß aller Dinge
nötig.” Hubert Weiger ergänzt: “Soziale Gerechtigkeit und
Umweltschutz sind dabei für uns zwei Seiten der gleichen Medaille.”

Weiger und Heinemann sind davon überzeugt, dass Europa unsere
Zukunft ist. “Wir haben die große Chance, das künftige europäische
Parlament zu stärken, Demokratie zu fördern und durch einen Aufbruch
in ein nachhaltiges Europa ein gutes Leben für alle möglich werden zu
lassen”, so die beiden BUND-Vertretenden abschließend.

Mehr Informationen:

Die Ergebnisse der repräsentativen Kantar Emnid-Umfrage für den
BUND finden Sie unter: www.bund.net/europawahl-umfrage

Forderungen des BUND zur Europawahl: www.bund.net/europawahl

Pressekontakt:

Patrick Rohde, BUND-Referent für politische Planung und die
Europawahl, Tel.: 030-27586-413, E-Mail: patrick.rohde@bund.net bzw.
Sigrid Wolff, BUND-Pressesprecherin, Tel.: 030-27586-425,
E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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