KN: Kieler Minister Habeck: Kanzlerin soll Stromkonzerne in die Pflicht nehmen

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Nach einem Jahr Endlagerkommission mahnt
Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne), das
„historisch günstige Konstellation“ zu nutzen und die Suche nach
Endlager-Kriterien und einem Auswahlverfahren zügig zu Ende zu
bringen. „Wir sollten Schwung aufnehmen und spätestens in einem Jahr
fertig sein, also die Kriterien für eine Lagerung festgelegt und ein
Verfahren zur Suche bestimmt haben“, sagte er den „Kieler
Nachrichten“ (Donnerstagausgabe). „Wir haben jetzt eine historisch
günstige Konstellation.“ Es gebe neun Landesregierungen mit grüner
Beteiligung, eine Große Koalition in Berlin – alle seien in der
Pflicht, staatspolitische Verantwortung zu übernehmen. Habeck: „An
den Grünen und an der schleswig-holsteinischen Landesregierung wird
das gewiss nicht scheitern. Aber das günstige Zeitfenster ist nicht
ewig offen.“ Der Kieler Minister kritisierte „Störfeuer“ von Seiten
der Stromkonzerne und fordert die Kanzlerin auf, die Unternehmen in
die Pflicht zu nehmen. „Vor allem die Bundeskanzlerin sollte auf die
Energiekonzerne einwirken“, so der grüne. „Bisher leistet Angela
Merkel aus meiner Sicht hier keinen entscheidenden Beitrag.“ Die
Kommission will am Freitag Halbzeitbilanz ziehen.

Pressekontakt:
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