neues deutschland: Friedensforscher Perera: Sri Lankas Präsident in Flitterwochen mit Zivilgesellschaft

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„Zivilgesellschaft und Regierung von Sri Lanka
befinden sich in den politischen Flitterwochen“, sagt Jehan Perera,
Friedensforscher und Direktor des Nationalen Friedensrates von Sri
Lanka mit Sitz in Colombo, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung
„neues deutschland“ (Donnerstagausgabe). Anlässlich der ersten 100
Amtstage des Präsidenten Maithripala Sirisena am 18. April spricht er
von einer „bedeutsamen Öffnung demokratischer Freiräume, in denen es
den Menschen wieder möglich ist, sich offen und kritisch zu allen
gesellschaftspolitischen Fragen zu äußern“.

Die angekündigte Aufklärung von Kriegsverbrechen sehe der
Präsident als eine innere Angelegenheit. „Die laufenden Ermittlungen
der Vereinten Nationen, die ihren Bericht in sechs Monaten vorlegen
wollen, sieht er deshalb kritisch.“ Ihm sei aber bewusst, dass von
ihm eine dauerhafte Lösung des ethnischen Konflikts und die
Aussöhnung der sich tief misstrauenden Bevölkerungsgruppen erwartet
werde. „Allerdings scheint sich die Regierung bislang noch nicht im
Klaren darüber zu sein, wie dieses Vorhaben auf den Weg gebracht
werden soll.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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