Kommentar zur Lage der CDU

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Rechtzeitig vor den Bundestagswahlen im kommenden Jahr kann
die Union so für klare Verhältnisse und für eine Art Selbstreinigungsprozess
sorgen. Niemand verlangt von der CDU, die Linkspartei plötzlich zu lieben.
Niemand verlangt von ihr Koalitionen mit einer Partei, von der sie in
grundlegenden gesellschaftspolitischen Fragen tatsächlich enorm viel trennt.
Aber in außergewöhnlichen Zwangslagen, die nicht nur in Thüringen eintreten
können, müssen punktuelle Kooperationen zumindest möglich sein, um den Einfluss
von nationalistischen Demokratieverächtern zu minimieren. Vor allem aber muss
die CDU Farbe bekennen: Will sie eine wertegebundene christdemokratische Partei
bleiben oder nach britischem und amerikanischem Vorbild zu einer
konservativ-populistischen Kraft werden? Hoffentlich bleibt sie bei Vernunft.

Pressekontakt:

Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

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