Maag: Masern-Impfung dient auch dem Schutz der Allgemeinheit

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Maßnahmen für lückenlose Masern-Impfung
begrüßenswert

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will eine Pflicht zur Impfung
gegen Masern einführen. Dazu erklärt die gesundheitspolitische
Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag:

“Den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Spahn zur Ausweitung
der Impfpflicht gegen Masern begrüßt die Unionsfraktion
grundsätzlich. Masern sind keine Bagatellerkrankung, und Impfungen
sind eine der wirksamsten präventiven medizinischen Maßnahmen.
Entscheidend ist dabei nicht allein der Schutz für die geimpfte
Person selbst, sondern auch der Schutz für alle anderen: also für
Menschen, die sich nicht impfen lassen können, weil sie zum Beispiel
jünger als ein halbes Jahr alt oder krank sind.

Bereits heute müssen sich Eltern beim Kinderarzt informieren. Über
den Impfschutz ihres Kindes erhalten sie einen schriftlichen
Nachweis, den sie der Kindertageseinrichtung vorzeigen müssen.
Verweigern sich Eltern dieser Beratung, droht ihnen bereits nach
geltendem Recht im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes ein Bußgeld
von bis zu 2.500 Euro. Diese Regelung wird mit dem aktuellen
Gesetzentwurf verschärft. Das findet die Fraktion richtig. Nur eine
lückenlose Impfung aller Kinder in Kita und Schule kann letzten Endes
gewährleisten, dass keine Ansteckungswelle erfolgt.

Wir müssen die Gründe analysieren, warum über 97 Prozent der
Kinder die erste Masernimpfung erhalten haben, die Quote bei der
zweiten entscheidenden Impfung aber unter 93 Prozent liegt. Gerade
bei dieser entscheidenden zweiten Impfung gibt es nun große regionale
Unterschiede. Offensichtlich sind die Eltern, bei deren Kinder eine
erste Impfung vorliegt, keine Impfgegner, sondern es fehlt ihnen an
Informationen. Deswegen begrüßen wir vor allem die im Gesetzentwurf
vorgesehene Ausweitung der Informationspflichten der Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung.

Für Eltern, die wir mit der Aufklärung nicht erreichen, ist dann
die Impfpflicht mit allen Konsequenzen eine geeignete Maßnahme. Wer
andere mit einer sogar möglicherweise tödlich verlaufenden Krankheit
ansteckt, gegen die er sich problemlos hätte impfen lassen können,
handelt verantwortungslos.”

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
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