Martin Habersaat: Wer für Bildung zuständig ist, sollte die Menschen nicht für dumm verkaufen

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Zu der Mitteilung des Bildungsministeriums, dass mit
vier Ausnahmen alle Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren
zurückgekehrt sind, erklärt der bildungspolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Die schwarz-grün-gelbe
Koalition wollte G9 an allen Gymnasien. Das hat sie (fast) erreicht
und es wäre der ehrlichere Weg gewesen, G9 im Schulgesetz zu
verankern.

Stattdessen hat sie die alberne Farce veranstaltet, den
Schulkonferenzen das Festhalten an G8 zu gestatten, wenn sie dies mit
einer Dreiviertel-Mehrheit beschließen würden. Fast alle Schulen
haben deshalb darauf verzichtet, überhaupt darüber abstimmen zu
lassen. Auch in der Anhörung des Bildungsausschusses wurde diese
Karikatur auf Demokratie und Mitbestimmung deutlich kritisiert. Die
SPD hat erklärt, diese Frage nach ihrer Rückkehr in die
Regierungsverantwortung nicht nochmals anzufassen.

Es ist unangebracht, dass die Ministerin nun auch noch „das
Ergebnis des Meinungsbildungsprozesses, der in den vergangenen Wochen
in den Schulen stattfand, als Bestätigung für den Kurs der
Landesregierung“ wertet. Wer für Bildung zuständig ist, sollte die
Menschen nicht für dumm verkaufen. Den Menschen erst keine faire Wahl
zu lassen und das Ergebnis dann als Wunsch der Massen zu verkaufen –
da fallen mir witzige Vergleiche mit Nordkorea ein, die ich mir an
dieser Stelle verkneife.

Pressekontakt:
Pressesprecher: Heimo Zwischenberger (h.zwischenberger@spd.ltsh.de)

Original-Content von: SPD-Landtagsfraktion SH, übermittelt durch news aktuell

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