Mittelbayerische Zeitung: Das Restrisiko / Kommentar zum Germanwings-Absturz

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Auf seiner Internetseite beschreibt der
Fliegerarztverband das Problem selbst am besten. „Mit Demut müssen
wir anerkennen, dass auch die besten und umfangreichsten
Untersuchungsmethoden niemals eine hundertprozentige Sicherheit
bringen werden. Zu unergründlich bleibt, was in manchen Seelen
verborgen ist“, heißt es in der Traueradresse nach dem
Germanwings-Absturz. In diesem Licht betrachtet erscheint es etwas
unverständlich, dass sich der Verband nun in die Reihe der Alarmisten
einreiht und schärfere medizinische Untersuchungen fordert. In den
geltenden Vorschriften ist klar geregelt, dass psychiatrische
Erkrankungen, und seien sie – wie im aktuellen Fall – auch nur aus
der Vorgeschichte erkennbar, zur Fluguntauglichkeit führen können.
Gleiches gilt für neurologische Besonderheiten,
Persönlichkeitsstörungen, psychische Einschränkungen oder Neurosen.
Auch die schärfste Untersuchung wird eine seelische Störung nicht
zutage fördern, wenn der Patient alles unternimmt, um sie zu
vertuschen. Es ist unbefriedigend, aber eine Tatsache: Ein Restrisiko
kann nie ausgeschlossen werden.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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