Mitteldeutsche Zeitung: Ausbildung/ Polizeischüler unter der Lupe

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Halle. Nach dem Tod eines Polizeianwärters bei einem
Einbruch in Halle fordern Gewerkschaften deutlich strengere
Aufnahmeverfahren an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt in
Aschersleben (Salzlandkreis). Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). „Offensichtlich haben wir
Polizisten im System, die nicht dem Anforderungsprofil entsprechen“,
sagte Uwe Petermann, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei. Die
Vergangenheit der potenziellen Bewerber müsse genauer überprüft
werden. Dazu sei das Führungszeugnis, das Vorstrafen ausweist,
nicht ausreichend. Die Gewerkschaften fordern eine Prüfung über die
internen Polizei-Informationssysteme. Sie enthalten auch Hinweise
auf frühere Ermittlungsverfahren. Der Datenschutz untersagt solche
Prüfungen aktuell.

Hintergrund der Debatte sind mehrere dramatische Vorfälle in den
vergangenen Monaten mit Polizeianwärtern, die ihre Ausbildung in
Aschersleben absolvieren. Jüngster Fall: Am vergangenen Sonntag
stürzte ein 24-Jähriger aus Halle zwölf Meter in den Tod. Gegen 6 Uhr
war er laut Polizei aus bisher unklaren Gründen in ein Haus nahe des
Bergzoos eingebrochen, nachdem er zuvor mit Bekannten in Halle
unterwegs war. Nach MZ-Informationen wollte er aus einer Wohnung
einen Laptop stehlen, wurde aber ertappt.

Jan Schumann

Landesbüro Magdeburg 0391/ 400669410

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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