Nachama mahnt respektvollen Umgang an

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Der Historiker und Direktor der Berliner
Topographie des Terrors, Andreas Nachama, hat einen respektvollen
Umgang miteinander in Deutschland angemahnt.

Auch 80 Jahre nach den November-Pogromen der Nationalsozialisten
könne man aus der Geschichte lernen, betonte Nachama am Freitag im
Inforadio vom rbb. „Das beste Denkmal für die damalige Zeit ist eine
demokratische Gesellschaft.“

Mit Blick auf rechtsextreme Gewalt und Fremdenfeindlichkeit
betonte Nachama, solche Tendenzen habe es in Deutschland schon immer
gegeben. „Es wird immer Personen geben, gegen die man argumentieren
muss, und genau dafür sind diese Erinnerungstage, diese
Erinnerungsanstrengungen einer Gesellschaft unbedingt notwendig.“

Fremdenfeindliche oder antisemitische Äußerungen ärgerten ihn
zwar, so Nachama, man müsse aber auch „auf dem Teppich bleiben und
nicht in Panik verfallen“.

Angesprochen auf die Erfolge der AfD und die umstrittenen
Äußerungen von Parteichef Alexander Gauland sagte Nachama, das sei
„das ewig Alte. Auch das muss man hinnehmen und sagen: Ihr seid die,
die in der Schmuddelecke stehen. Und man muss ja nicht über jedes
Stöckchen springen, das sie einem hinhalten.“

Doch auch Zuwanderern aus dem islamischen Kulturkreis müsse man
klarmachen, dass „Antisemitismus nicht den Spielregeln unserer
Gesellschaft entspricht. Zudem werden sie nur die Toleranz bekommen,
die sie selber anderen gegenüber einhalten.“

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
Inforadio
Chef / Chefin vom Dienst
Tel.: 030 – 97993 – 37400
Mail: info@inforadio.de

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

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