Neuer Exportrekord in Bayerns M+E Industrie – aber Vorsicht – / Brossardt: „Sachliche Debatte statt emotionale Generaldiskussion“

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Die Unternehmen in Bayerns wichtigstem
Industriezweig, der Metall- und Elektro-Industrie, verzeichneten im
ersten Halbjahr 2017 ein erneutes Exportplus von 1,9 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilen die bayerischen Metall-
und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm mit. „Die Ausfuhren
bayerischer M+E Produkte machten 69 Prozent der gesamten bayerischen
Exporte aus und summierten sich im ersten Halbjahr 2017 auf 65,8
Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert“, erklärt bayme vbm
Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Zur Branchenbetrachtung: Besonders zugelegt hat der Export von
Maschinen mit +11,0 Prozent. Negativ hat sich hingegen mit -3,4
Prozent die Ausfuhr von Fahrzeugen entwickelt. Der Export der
Warengruppe „PKW und Wohnmobile“ ging sogar um 7,7 Prozent zurück.
„Wir müssen jetzt dringend die unsachliche und emotionale Kritik über
deutsche Automobile und die Antriebstechnologie beenden, damit unsere
Unternehmen international erfolgreich bleiben. Das führt dann auch
wieder zu mehr Exporten“, sagt Brossardt.

Mit Blick auf die einzelnen Absatzmärkte haben sich besonders die
USA, Bayerns bedeutendster Exportmarkt, positiv entwickelt: Nach
einer schwachen Vorjahresentwicklung stiegen die Exporte um 6,8
Prozent auf knapp 8,9 Milliarden Euro. Die M+E Exporte nach Japan
wuchsen mit einem Plus von 8,2 Prozent ebenfalls kräftig. „Für das
Ausfuhrplus spielen Wechselkurseffekte und die positive Entwicklung
der japanischen Wirtschaft eine Rolle. Sie wächst seit mittlerweile
sechs Quartalen in Folge und es wird viel investiert“, erklärt
Brossardt. Die Exporte in das Vereinigte Königreich sind hingegen um
12,2 Prozent zurückgegangen. „Das liegt zum einen an der Unsicherheit
durch den Brexit und der damit einhergehenden Investitionszurück-
haltung. Zum anderen sorgt das schwache Pfund Sterling für
Kaufzurückhaltung“, erklärt Brossardt. In die Türkei sind die M+E
Exporte aufgrund des Verfalls der Türkischen Lira gar um 31,3 Prozent
eingebrochen.

„Die Entwicklung der Ausfuhren von Bayerns Leitindustrie ist
sowohl im Hinblick auf die Länder als auch auf die Warengruppen sehr
heterogen. Deshalb ist trotz des Exportrekords Vorsicht geboten. Wir
benötigen global gesehen politische Stabilität und müssen im Inland
alles dafür tun, dass der Industriestandort Deutschland und Bayern
wettbewerbsfähig bleibt – das gilt besonders auf der Kostenseite“,
mahnt Brossardt.

Kontakt:
Dirk Strittmatter, Tel. 089-551 78-203,
E-Mail: dirk.strittmatter@ibw-bayern.de

Original-Content von: bayme vbm – Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber, übermittelt durch news aktuell

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