neues deutschland: In Chemnitz trat der Schulterschluss der extremen Rechten offen zutage.

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Chemnitz – die Stadt wird weiter im Fokus bleiben.
Das liegt nicht nur an den weiterhin stattfindenden Aufmärschen von
Rechts und den ebenso stattfindenden Gegenprotesten. In Chemnitz
vollzog sich offen sichtbar und gewollt offen sichtbar der
Schulterschluss der extremen Rechten. Die im Bundestag vertretene AfD
vermied es bisher, allzu offen mit Gruppen wie Pegida, Identitären
und anderen Akteuren im extrem rechten Spektrum in Verbindung
gebracht zu werden, obwohl Vernetzungen und Verbindungen vielfach
lange existieren. Nun liefen Vertreter von AfD, Pegida zusammen mit
Nazi-Hooligans in einer Demonstration zusammen. Damit wirft die AfD
den Deckmantel einer »Abgrenzung« nach »ganz rechts außen« ab. Umso
beschämender ist weiteres Lavieren und Herunterspielen dessen, was in
Chemnitz – aber nicht nur dort – gerade passiert. Besonders vonseiten
der sächsischen CDU, die in Hilflosigkeit und Panik vor den
Landtagswahlen auch noch einen jahrzehntealten Glaubenssatz über Bord
geworfen hat – fraglich, ob er für Sachsen jemals galt. Nämlich, dass
Positionen rechts der Union tabuisiert und isoliert werden müssen.
Stattdessen rückt eine Zusammenarbeit zwischen AfD und CDU immer mehr
in den Bereich des Möglichen. Mit einer AfD, die auch Auffangbecken
für die extreme Rechte ist, die glaubt, sich nicht mehr verstellen,
nicht mehr über sich täuschen zu müssen. Die die Machtfrage stellen
will. Nicht zufällig jetzt, nicht zufällig in Sachsen.

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