NOZ: Bund der Steuerzahler lehnt Plastiksteuer ab

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Bund der Steuerzahler lehnt Plastiksteuer ab

Präsident Holznagel: Steuer bringt meist nicht den gewünschten
Effekt

Osnabrück. In der Debatte um die Reduzierung der Plastikmüllberge
hält der Bund der Steuerzahler die angedachte Plastiksteuer für
wirkungslos. Der Präsident des Steuerzahlerbunds, Reiner Holznagel,
sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Dienstag): “Müllreduzierung
ist ohne Frage eine wichtige Aufgabe, die Lösung kann aber nicht eine
neue Steuer sein.” Die Erfahrung spreche dagegen, so Holznagel: “Mit
einer Steuer das Verhalten von Bürgern und Betrieben zu steuern,
bringt meist nicht den gewünschten Effekt.”

Als Beispiel nannte der Steuerzahlerbund-Vorsitzende die
sogenannte Alkopopsteuer, die alkoholhaltige Mixgetränke deutlich
verteuert hatte. “Ziel war es, Jugendliche vom Konsum der Getränke
abzuhalten, letztlich hat dies aber nur dazu geführt, dass sie die
Zutaten einzeln kaufen und selbst mixen.” Die Diskussion müsse
ehrlich geführt werden, weil die Einnahmen aus der Steuer nicht
zweckgebunden seien: “Selbst wenn wir Verbraucher die Plastiksteuer
zahlen, heißt das nicht, dass die Einnahmen auch für den Umweltschutz
eingesetzt werden.”

Die EU-Kommission erwägt eine nationale Strafsteuer auf
Kunststoffreste, die nicht recycelt werden können. 80 Cent pro Kilo
nicht wiederverwertetem Plastikmüll soll ein Land zahlen, so würden
jedes Jahr bis zu 8 Milliarden Euro zusammenkommen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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