NOZ: DRK-Präsidentin Hasselfeldt fordert vor Tag des Notrufs 112 mehr Respekt für Helfer

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DRK-Präsidentin Hasselfeldt fordert vor Tag des
Notrufs 112 mehr Respekt für Helfer

„Berichte über Behinderungen und Beleidigungen häufen sich“ –
Appell für Bildung von Rettungsgassen

Osnabrück. Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK),
Gerda Hasselfeldt, hat anlässlich des Europäischen Tages des Notrufes
112 an diesem Montag (11.2.) an alle Verkehrsteilnehmer appelliert,
mehr Rücksicht auf die Helfer im Rettungsdienst zu nehmen. „Es ist
besorgniserregend, dass vor allem bei Verkehrsunfällen Rettungskräfte
oftmals von Schaulustigen behindert oder beleidigt werden“, sagte
Hasselfeldt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Berichte darüber
häuften sich in erschreckender Weise. „Zum Respekt gegenüber den
Helfern gehört auch die Einhaltung der Rettungsgasse nach
Verkehrsunfällen“, mahnte Hasselfeldt. Auch hier lasse das Verhalten
von vielen Lastwagen- und Autofahrern zu wünschen übrig. Manchen
Gaffern seien Handy-Aufnahmen von Verletzten offenbar wichtiger als
der unversperrte Zugang der Helfer zum Unfallort.

Der Notruf 112 sei ein wichtiges Instrument zur Rettung von
Menschenleben. Bei solchen Einsätzen kommt es oft auf jede Minute und
Sekunde an. „Wer hier Rettungskräfte behindert, sollte sich fragen,
ob er nicht selbst einmal in eine lebensbedrohliche Situation kommen
könnte, in der er dringend auf rasche Hilfe angewiesen ist“, erklärte
die DRK-Präsidentin. Sie habe „null Verständnis“ für Gaffer und auch
für jene, die Helfer beschimpfen und beleidigen. „Es war richtig,
dass die Strafen für solche Delikte vom Gesetzgeber verschärft worden
sind“, sagte Hasselfeldt. Verstöße müssten nun auch konsequent
geahndet werden. Nötig sei auch eine breite gesellschaftliche Debatte
über dieses Phänomen.

Bei einer Befragung von 96 Rettungsteams des DRK im vergangenen
Sommer hatte sich gezeigt, dass nur in 15,6 Prozent der ausgewerteten
Einsätze spontan eine Rettungsgasse gebildet wurde. Bei 35,4 Prozent
machten Fahrer den Weg für die Rettungskräfte erst nach Aufforderung
durch ein Sondersignal frei.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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