NOZ: Zahl der arbeitslosen Ausländer seit 2010 um 33 Prozent gestiegen

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NOZ: Zahl der arbeitslosen Ausländer seit 2010
um 33 Prozent gestiegen Antwort des Arbeitsministeriums auf
AfD-Anfrage – Springer: Fachkräftezuwanderungsgesetz wird Trend
verschärfen Osnabrück. Vom langen Beschäftigungs-Boom haben
ausländische Bürger weit geringer profitiert als Menschen mit
deutschem Pass: Während die Zahl der arbeitslosen Deutschen von 2010
bis 2018 auf 1,633 Millionen zurückging (minus 43,1 Prozent), stieg
die Zahl der ausländischen Arbeitslosen im selben Zeitraum von
432.999 auf 576.242 an (plus 33,1 Prozent). Das geht aus einer
Antwort des Arbeits- und Sozialministeriums auf eine Anfrage der
AfD-Bundestagsfraktion hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
vorliegt. Der Anteil der Ausländer unter allen Arbeitslosen
hierzulande wuchs in den acht Jahren von 15 auf 26 Prozent.
Allerdings kehrte sich der Trend im vergangenen Jahr um. 2018 waren
gut 20.000 Ausländer weniger arbeitslos als noch 2017, wie aus der
Antwort des Ministeriums hervorgeht. Noch gegensätzlicher ist die
Entwicklung bei den Arbeitsuchenden. 2018 suchten 1,4 Millionen
weniger Deutsche einen Job als 2010, es waren noch 2,83 Millionen.
Bei den arbeitsuchenden Ausländern wuchs die Zahl im gleichen
Zeitraum um 479.027 auf 1,22 Millionen an – ein Plus von 64,7
Prozent. Auch hier brachte das vergangene Jahr aber eine Wende: 2018
waren laut Arbeitsministerium knapp 18.000 Ausländer weniger auf
Jobsuche als noch im Jahr 2017. Der Blick auf die Entwicklung der
Beschäftigten-Zahlen zeigt: Hier ging die Kurve bei ausländischen
Bürgern deutlich steiler nach oben als bei Deutschen. Von 2013 bis
2018 stieg ihre Zahl um 1,53 Millionen auf 3,84 Millionen an, das
waren 66 Prozent mehr. Allein von 2017 bis 2018 lag das Plus bei
380.000 Beschäftigten, die in die Sozialversicherungen einzahlten.
Die Zahl der Beschäftigten mit deutschem Pass wuchs in den
vergangenen fünf Jahren hingegen „nur“ um 7,4 Prozent. Der
AfD-Abgeordnete René Springer kritisierte vor dem Hintergrund der
Zahlen den Plan der Bundesregierung, die Einwanderung zu erleichtern.
„Die Zuwanderung der letzten Jahre hat trotz zunehmender
Fachkräftenachfrage zu steigenden Arbeitslosenzahlen selbst bei
qualifizierten Ausländern geführt“, sagte er der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz werde diesen Trend nicht
umkehren, sondern eher noch verschärfen. „Ich sehe jedenfalls nicht,
wie das Gesetz eine weitere Einwanderung in unsere Sozialsysteme
verhindern kann“, sagte Springer.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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