Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zur Interkulturellen Woche in Offenbach/ „Vielfalt verbindet.“

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Sperrfrist: 18.09.2017 18:00
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Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Hl.
Dreifaltigkeit in Offenbach ist heute (Montag, 18. September 2017)
die 42. Interkulturelle Woche eröffnet worden. Der Gottesdienst wurde
geleitet von Weihbischof Dr. Udo Bentz (Bistum Mainz), Dr. Volker
Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau,
und Erzpriester Dr. Georgios Basioudis als Vertreter der
Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland.

In seiner Einführung während des Gottesdienstes nahm Weihbischof
Bentz Bezug auf das diesjährige Motto der Interkulturellen Woche. Er
betonte, dass ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft auf
Dauer weder durch Abgrenzung noch durch aufgenötigte Assimilierung
gelingen könne. Vielmehr komme es auf Begegnung, verantwortliche
Teilhabe und Integration als wechselseitigen Prozess an – ein Weg,
der nur gemeinsam gegangen werden könne und alle Beteiligten
verändere.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung führte in
seiner Predigt aus, dass Jesus Christus dazu aufrufe, sich am
Hoffnungsbild des Reiches Gottes zu orientieren. Dazu gehöre, nach
Recht und Gerechtigkeit für alle Menschen zu streben. Nur auf das
eigene Interesse oder nationale Wohl bedacht zu sein, gehe mit der
göttlichen Botschaft nicht zusammen, so Jung. „Gottes Liebe ist
global und gilt allen Menschen gleichermaßen.“ Entsprechend gehe es
um das gute und gerechte Miteinander auf der ganzen Welt. Jung
kritisierte in seiner Predigt auch die Sammelabschiebungen nach
Afghanistan und die anhaltenden Begrenzungen beim Familiennachzug für
Schutzsuchende.

Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule, einer
beruflichen Schule der Stadt Offenbach, setzten unter dem Titel
„Schlepper am Meer“ Fluchterfahrungen in Szene. Zum Abschluss des
ökumenischen Gottesdienstes entboten Vertreter der jüdischen
Gemeinde, der muslimischen Gemeinschaft und der Bahai-Gemeinde einen
Friedensgruß.

Im Gemeinsamen Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2017
betonen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal
Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der
Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland,
Metropolit Dr. h.c. Augoustinos: „Die aktuelle Debatte um den Umgang
mit Flüchtlingen verweist mehr denn je auf die größeren,
grundsätzlichen Fragen von respektvollem Miteinander, freiheitlichen
Grundrechten und demokratischer Willensbildung. Als christliche
Kirchen sagen wir in aller Klarheit: Politik, die
Fremdenfeindlichkeit schürt, von Angst gegen Überfremdung lebt,
einseitig nationale Interessen betont, ein nationalistisches
Kulturverständnis pflegt und Grundfreiheiten in Frage stellt, ist mit
einer christlichen Haltung nicht vereinbar. Ausländerfeindlichkeit,
Diffamierung anderer Religionsgemeinschaften, die Überhöhung der
eigenen Nation, Rassismus, Antisemitismus, Gleichgültigkeit gegenüber
der Armut in der Welt – all das führt nicht in eine gute Zukunft.“

Hintergrund:

Die Interkulturelle Woche findet 2017 zum 42. Mal statt. Sie ist
eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der
Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen
Metropolie. Deutschlandweit sind während der Interkulturellen Woche
mehr als 5.000 Veranstaltungen an über 500 Orten geplant. Der heutige
Gottesdienst ist der geistliche Auftakt der Interkulturellen Woche,
die vom 24. bis 30. September 2017 stattfindet.

Hinweise:

Das „Gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2017“
finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

Für die Vorbereitung der Interkulturellen Wochen hat der
Ökumenische Vorbereitungsausschuss eine Reihe von Materialien
(Materialheft, Plakate und Postkarten) erstellt, die unter
www.interkulturellewoche.de bestellt werden können. Dort finden Sie
auch weitere Informationen.

Hannover, 18. September 2017

Pressestelle der EKD

Carsten Splitt

„Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2017“ als
pdf zum Herunterladen unter https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/Gemeinsa
mes-Wort-Interkulturelle-Woche-2017.pdf

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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